New York: 48 Stunden reinster Weihnachts-Wahnsinn
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New York48 Stunden reinster Weihnachts-Wahnsinn

Weihnachtsmärkte mit Pop-up-Läden, lebendige Schaufensterpuppen, eine jammende Heilsarmee – in Amerikas lebendigster Metropole ist auch Weihnachten exzentrisch.

von
Caroline Freigang
Bryant Park
Bryant Park

Der Bryant Park im Zentrum von Manhattan ist die schönste Eisfläche. Bringt man seine Schlittschuhe selbst mit ist der Lauf gratis - für einen kleinen Betrag kann man die Schuhe aber auch vor Ort mieten.

Elisabeth Montgomery/Expressen
Bryant Park
Bryant Park

Hier im Bryant Park steht auch einer der schönsten Weihnachtsbäume der Stadt.

Elisabeth Montgomery/Expressen
Rockefeller Center
Rockefeller Center

Auch vor dem Rockefeller Center können Eiskünstler dichtgedrängt ihre Pirouetten drehen. Die Lichter des Weihnachtsbaums - traditionell einer Fichte - werden Anfang Dezember jeweils in einer grossen Zeremonie angeschaltet.

Es riecht nach Apfel-Cider, der Weihnachtsbaum funkelt in Lila, Blau und Rot, die Eisbahn glänzt. Bryant Park ist ein magischer Ort, ein Fleck weihnachtlicher Stille mitten in der vibrierenden Metropole New York. Hier kann man Schlittschuh laufen, in gläsernen Pop-up-Läden shoppen und sich durch Macarons, Cupcakes und Edel-Hotdogs schlemmen.

Mehr Weihnachtsstimmung als in New York geht nicht. Ein Drittel aller Touristen reisen in der Weihnachtszeit in den Big Apple. Tipps, wie man die Weihnachtszeit in der US-Metropole am besten verbringt, finden Sie hier:

Schlittschuhlaufen

Die New Yorker (und Touristen) sind verrückt danach, sich zu Hunderten auf winzigen Eislaufflächen zu tummeln. Besonders elegant kann man seine Pirouetten in Bryant Park drehen. Auf dieser Eisbahn läuft jeder gratis, der seine eigenen Schuhe mitbringt. Aber keine Angst: Für eine kleine Gebühr kann man auch vor Ort Schlittschuhe mieten.Vor dem Rockefeller Center liegt nicht nur eine Eisbahn, sondern ebenfalls der berühmteste Weihnachtsbaum New Yorks. Wer Zeit hat, sollte sich auch gleich für den Lift in den 70. Stock des Rockefeller Centers anstellen. Hier, auf der Aussichtsterasse, dem «Top of the Rock», ist die Aussicht spektakulär. Wer lieber in der Natur als zwischen Wolkenkratzern seine Runden drehen möchte, kann dies im Central Park tun. Der Eisring befindet sich in der Nähe des Zoos.

Breakdancende Weihnachtsmänner und der «Holiday Cheer»

Neben der sportlichen Betätigung kann man es auch gemütlicher nehmen und sich durch die Weihnachtslandschaft New Yorks fahren lassen. Zum Beispiel in einer Pferdekutsche, die man am Rande des Central Parks mieten kann. Wilder geht es bei «The Ride» (die Fahrt) zu: Die Weihnachtsedition der verrücktesten Busfahrt New Yorks nimmt einen mit auf eine interaktive Sightseeing-Tour durch die geschmückte Stadt. Während der Fahrt geschehen Dinge, die man nicht anders als mit Weihnachtszauber beschreiben kann: So performt etwa ein Weihnachtsmann vor dem Bus mitten im Rushhour-Strom der Menge eine Breakdance-Einlage. Einige Strassen weiter schmettert eine Sängerin «New York New York» über Lautsprecher durch die Strassen – alles Teil der interaktiven Show. Mitgemacht wird natürlich auch: die Passagiere lernen den berüchtigten «Holiday Cheer» und wackeln fortan mit allem, was sie haben, reissen ihre Arme in die Höhe und machen sich vor den Passanten zum Affen. Klingt irre – ist es auch. Spass macht es trotzdem. Wer es etwas ruhiger nehmen möchte, nimmt ein Taxi zur High Line. Auf diesem stillgelegten Schienenabschnitt lässt es sich hervorragend in der Wintersonne flanieren – natürlich mit dem obligatorischen «Coffee to go» in der Hand.

Shopping

Die Kaufhäuser New Yorks überbieten sich gegenseitig mit grandiosen Schaufenster-Displays und vorweihnachtlichen Sales. In Manhattan lohnt es sich, bei Barneys vorbeizuschlendern. Das Warenhaus auf der Luxus-Shoppingmeile Madison Avenue hat sogar lebendige Schauspieler in seine Fensterdisplays integriert. Auch einen Besuch wert ist das Nobelkaufhaus Bergdorf Goodman auf der berühmten 5th Avenue. Dieses besticht durch museumsähnliche Schaufenster. Vor den Toren des berühmten Einkaufshauses Bloomingdale's auf der Lexington Avenue sind auch die Mitarbeiter der Heilsarmee wesentlich cooler drauf als sonstwo. Sehen Sie selbst im Video:

Weihnachtsmärkte

Auch auf den Märkten New Yorks lässt es sich hervorragend shoppen. Der schönste Markt befinden sich im Bryant Park neben dem Eisring. In 125 verglasten Pop-up-Shops kann man heisse Schokolade mit Marshmallows schlürfen, kitschigen Weihnachtsbaumschmuck oder individuell designte Weihnachtspullover erstehen. Zudem ist der festliche Markt im grössten Bahnhof der Stadt, der Grand Central Terminal einen Besuch wert. Unter schnörkeligen Kronleuchtern bieten Stände hier Schmuck und Holzwaren, Einrichtungsgegenstände, Kinderspielzeug und Leckereien an.

Weihnachtliche «Food Courts»

Zum Mittagessen fährt man am besten zu einem von New Yorks «Food Courts». Etwas abseits vom Mainstream befindet sich der Vondergaart Essensmarkt. Dieser kleine, aber feine Markt liegt im Meatpacking District direkt beim Anfang der High Line und besticht durch besonders stilvolle Weihnachtsdekoration. Hier kann man überteuerte Maceroons, selbstgemachte Erdnuss- oder Cashewbutter oder libanesische Wraps essen. Nobel speist es sich im Plaza Food Court. Durch einen Seiteneingang des Nobelhotels – das man nicht zuletzt aus Serien wie «Sex and the City» oder «Gossip Girl» kennt – gelangt man in die edle Markthalle. Hier kann man unter überladenden Weihnachtsgirlanden und goldbehangenen Tannenbäumen hervorragend speisen.

British Airways

Die Reise wurde unterstützt von British Airways. Vom Terminal 5 des Londoner Flughafens Heathrow, dem Hub der Airline, werden diverse Ziele in Nordamerika angeflogen – unter anderem auch New York. Für Premium-Kunden betreibt BA am Terminal 5 sechs Lounges sowie einen Spa. Ab Zürich bestehen mehrmals täglich Verbindungen nach London. Flüge von Zürich nach New York gibt es ab 697 Franken.

The Carlyle

Am besten lässt es sich über die Weihnachtszeit im Hotel Carlyle wohnen: das gemütliche Hotel am Rande des Central Parks ist eine Institution in der Stadt. Neben Prinz William und Kate , die beim ihrem jüngsten New York-Aufenthalt im Carlyle residierten, übernachteten dort bereits Prinzessin Diana, Michael Jackson, oder Steve Jobs.

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