07.09.2020 16:45

Lausanne49-Jähriger bekommt wegen Mordes an Geliebtem von Ehefrau lebenslänglich

Ein 49-Jähriger wurde wegen Mordes am Geliebten seiner Ehefrau zu einer lebenslangen Haft verurteilt. Da er bereits früher auffällig war, soll der Mann zudem verwahrt werden.

Für den Mord am Geliebten seiner Frau muss ein 49-Jähriger lebenslang hinter Gitter. 

Für den Mord am Geliebten seiner Frau muss ein 49-Jähriger lebenslang hinter Gitter.

KEYSTONE

Ein 49-jähriger Schweizer mit Wurzeln in Sri Lanka ist am Montag vom Bezirksgericht Lausanne wegen Mordes an einem Landsmann zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Der Vater von drei Kindern hatte 2018 in einem Asylbewerberheim in Ecublens VD den Geliebten seiner Frau erstochen.

Der Verurteilte lebt seit Anfang der 90er-Jahre in der Schweiz und besitzt einen Schweizer Pass. Mit seiner Frau kam er 2002 durch eine arrangierte Heirat zusammen. Diese hatte versucht, sich dagegen zu wehren, aber erfolglos.

Im April 2017 lernte das Paar einen Landsmann kennen. Der junge Asylbewerber unterhielt mit der Frau heimlich eine aussereheliche Liebesbeziehung. Als der Ehemann dahinter kam, befahl er dem damals 20-Jährigen Rivalen, die Beziehung zu seiner Frau abzubrechen, was dieser allerdings ignorierte

Rasend vor Wut und Eifersucht wurde der gehörnte Ehemann gegenüber seiner Frau verbal und körperlich ausfällig und drohte ihr mit dem Tod. Daraufhin reichte die Frau Klage ein. Sie konnte per Gerichtsentscheid erwirken, dass ihr Mann das gemeinsame Zuhause verlassen und ihr die Obhut über die Kinder überlassen musste.

Kaltblütig abgestochen

An einem Morgen im Februar 2018 tauchte der Mann mit einem Messer im Asylbewerberzentrum in Ecublens auf. Dort erstach er seinen Rivalen mit sechs Stichen.

Das Bezirksgericht von Lausanne sprach den Mann wegen Mordes, mehrfacher Körperverletzung, Drohung und versuchten Mordes schuldig. Der 49-Jährige soll eine lebenslange Freiheitsstrafe verbüssen, begleitet von einer Verwahrungsmassnahme.

Für die Gerichtspräsidentin hat der Mann die «grässliche» und «niederträchtige» Tat mit kaltblütiger Entschlossenheit von langer Hand geplant. Er habe sein Opfer wie ein Metzger abgeschlachtet.

Beunruhigende Vorgeschichte

Die Gerichtspräsidentin erinnerte auch daran, dass der Verurteilte vor acht Jahren bereits einen früheren Geliebten seiner Frau im Heimatland durch einen Auftragskiller zu beseitigen versucht hatte.

Die Verteidigung zeigte sich schockiert und empört über die Härte der Strafe, die über das im Schweizerischen Strafgesetzbuch vorgesehene Strafmass von 20 Jahren Gefängnis hinausgehe. Sie will Rekurs beim Waadtländer Kantonsgericht einlegen. Die Verteidigung hatte auf Tötung und sieben Jahre Gefängnis plädiert.

(SDA)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.