Barrage-Rückspiel: 5:0 - Luzern schiesst sich zum Ligaerhalt
Aktualisiert

Barrage-Rückspiel5:0 - Luzern schiesst sich zum Ligaerhalt

Der FC Luzern spielt auch in der kommenden Saison in der Axpo Super League. Mit einer bemerkenswerten Leistungssteigerung gegenüber der 0:1-Niederlage am Mittwoch zog der FC Luzern im Barrage-Rückspiel gegen Lugano den Kopf mit einem 5:0-Heimsieg überzeugend aus der Schlinge und sicherten sich den Klassenerhalt.

Nachdem Michel Renggli den FCL in der 14. Minute in Führung geschossen hatte, wurde die bemitleidenswerten Gäste im zweiten Umgang von den entfesselten Innerschweizern förmlich überrannt. Der überragende Davide Chiumiento, Paiva, Oscar Scarione und nochmals Topskorer Paiva erzielten die weiteren Treffer.

Lugano, das die Luzerner im Hinspiel klar dominiert hatten, war nicht mehr zu erkennen. Ohne nennenswerte Torchance ergaben sie sich im zweiten Umgang ihrem Schicksal. Topskorer Vincenzo Rennella brachte in der Schlussphase gar einen Foulpenalty nicht an FCL-Goalie David Zibung vorbei.

12 500 begeisterte Fans bildeten den passenden Rahmen zum grossen Sieg der Luzerner beim Abschied aus dem 75-jährigen Allmend-Stadion. Schon im August soll das veraltete Stadion abgebrochen werden und durch eine hochmoderne Sportarena ersetzt werden. Der FC Luzern muss für eineinhalb Jahre ins Exil nach Emmenbrücke, ehe die neue Heimat im September 2011 betriebsbereit ist.

Die Partie hätte aber auch ganz anders enden können. Nach dem Führungstreffer von Renggli wurde ein Linienrichter durch eine Petarde oder einen Wurf aus dem Publikum am Ohr verletzt. Das Spiel musste für fünf Minuten unterbrochen werden. Schiedsrichter Cyril Zimmermann drohte den Spielabbruch an, danach passierte aber nichts mehr.

Fussball: ASL/ChL, Barrage-Rückspiel, FCL - Lugano - Telegramm

Luzern - Lugano 5:0 (1:0)

Allmend. - 12 500 Zuschauer (ausverkauft). - SR Zimmermann

Tore: 14. Renggli 1:0. 52. Chiumiento (Foulpenalty) 2:0. 77. Paiva 3:0. 80. Scarione 4:0. 83. Paiva 5:0.

Luzern: Zibung; Zverotic (87. Diarra), Seoane, Schwegler, Lustenberger; Renggli, Gajic; Chiumiento (89. Etter); Frimpong, Paiva, Ferreira (75. Scarione).

Lugano: Proietti; Thrier, Montandon, Denicolà, Preisig; Carlos Da Silva (78. Laborde), Moresi, Maggetti, Perrier (61. Fabiano); Renfer, Valente (53. Rennella).

Bemerkungen: Luzern ohne Veskovac (gesperrt), Lambert, Lukmon, Tchouga und Wiss (alle verletzt). Milan Gajic (wechselt zum FCZ) vom FCL verabschiedet. 68. Tor von Frimpong wegen Abseits nicht anerkannt. 85. Zibung hält Foulpenalty von Rennella.

Verwarnungen: 13. Maggetti (Foul), 48. Valente (Unsportlichkeit), 51. Montandon (Unsportlichkeit), 76. Moresi (Unsportlichkeit).

LIVE-TICKER

mit Patrick Toggweiler

90. Das wars. Luzern gewinnt nach einer kämpferischen Leistung 5:0 und bleibt in der Axpo Super League. Lugano muss weiter im der Challenge Leauge kicken. Vielleicht klappt es im nächsten Jahr - oder wenn die Liga auf 12 Mannschaften aufgestockt wird.

89. Chiumiento wird vom Platz genommen. Stehender Applaus für den Mann des Spiels.

87. Zverotic wird für Diarra vom Feld genommen.

84. Penalty für Lugano. Ziebung ahnt die Ecke und hält den schwachen Schuss von Rennella.

82. 5:0 durch Paiva. die Dinge überschlagen sich: Penalty jetzt für Lugano.

80. 4:0 durch Oscar Scarione. Eben erst eingewechselt trifft der Mittelfeldspieler gleich zum 4:0.

77. 3:0 durch Paiva! Nach einem missratenen Fallrückzieher und einem noch missrateneren Befreiungsversuch der Tessiner Abwehr, kommt Paiva nochmals an den Ball. Aus nächster Nähe drückt er den Ball über die Linie. In Luzern gibt es kein Halten mehr.

74. Wechsel bei Luzern: Scarione kommt für Ferreira.

74. Luzern sucht die Entscheidung. Bei einem 3:0 könnte man auch noch einen Gegentreffer verkraften. Im Moment bedeutet ein Tor der Tessiner noch das Ende aller Tessiner Träume.

67. Tor für Luzern - nein doch nicht. Wieder einmal war es Chiumiento, von dem die Gefahr ausging. Danach wildes Gestocher im Strafraum. Frimpong spitzelt die Kugel irgendwie über die Linie. Doch Schiri Zimmermann pfeift die jubelnden Luzerner zurück. Offside.

58. Luzern bleibt die aktivere Mannschaft in dieser Partie. Das 3:0 wäre verdient.

55. Lugano muss jetzt Druck machen und Luzern darf kontern. Mit Kontern konnte Luzern in dieser Saison bereits gegen Basel gewinnen.

54. Bei Lugano reagiert man sofort. Rennella wird eingewechselt.

51. 2:0 für Luzern. Chiumiento nagelt den Ball an den Innenpfosten und von dort in die Maschen. Im Moment dürfte Luzern in der ASL verbleiben.

50. Montandon legt Chiumiento im Strafraum. Penalty.

50. Gleich wird Luganos Bester, Vincenco Rennella, den Rasen betreten. Er hat sich am Spielfeldrand bereits warm gelaufen.

46. Keine Wechsel bei Luzern und Lugano. Die zweite Halbzeit kann beginnen.

45+4. Das wars von der ersten Halbzeit. Luzern führt 1:0, muss in der zweiten Halbzeit sich in Punkto Chancenauswertung aber noch klar verbessern, wollen sie eine Verlängerung vermeiden.

45+2. Noch steht es im Gesamtscore 1:1 - noch kann sich der ASL-Vertreter nicht sicher fühlen.

45. Chiumiento dribbelt sich durch die gesamte Tessiner Abwehr, läuft zur Grundlinie und spielt scharf hinein. Riesenszene vom wahrscheinlich besten Dribbler der Liga, aber auch eine Riesenszene von Paiva, der am Ball vorbei grätscht und das Ding nicht im leeren Tor unterbringt.

43. Ziebung faustet einen hohen Ball aus dem Luzerner Strafraum. Sonst musste der Luzerner-Keeper wenig eingreifen in dieser ersten Halbzeit.

41. Nach einer kurzen Durststrecke meldet sich Luzern wieder zurück. Paiva stiebitzt den Ball auf Höhe des gegnerischen Strafraums. Seine Hereingabe wird geblockt.

35. Lugano versucht es mit mit einem Distanzschuss aus 40 Metern. So verzweifelt müssen die Tessiner noch nicht sein.

35. Lugano kommt etwas besser ins Spiel, hat den Schock des Rückstandes etwas verdaut.

29. Noch immer steht Luzern-Präsident Stierli vor dem Fansektor und wacht über das Geschehen.

28. So actionreich kann Schweizer Fussball sein. Da ist viel Dampf in der Partie - es geht um Viel, doch manchmal hemmen diese Voraussetzungen auch den Spielfluss - nicht so in diesem Spiel. Vor allem nicht bei Luzern.

26. Valente spielt sich auf der linken Seite durch, findet dann aber im Strafraum keinen Abnehmer für sein Zuspiel. Keine Gefahr für Luzerns Führung.

25. Seoane kommt nach einem Renggli-Eckball frei zum Kopfball. Der Ball aber deutlich am Tor vorbei.

23. Zum ersten Mal kommt Lugano gefährlich vors Tor von Luzern. Die Tessiner aber eingeschüchtert vom innerschweizer Tempo. Das zeigt sich im Abschluss.

17. Alarmstufe Rot in Luzern! Ein Knallkörper explodiert neben dem Linienrichter, der sich das Ohr hält und gepflegt werden muss. Luzern-Präsident Stierli schnappt sich ein Mikrophon und hält den Fans eine Standpauke: «Ihr seid die besten Fans in der Schweiz, aber macht nicht das Spiel kaputt!» Demonstrativ bleibt er vor den Fans stehen. Auch als das Spiel wieder aufgenommen wird. Die Schweiz hat ein Fussballfan-Problem.

14. 1:0! Die logische Folge der Dominanz. Renggli dreht einen Freistoss in den Strafraum, Freund und Feind fliegen vorbei - auch Lugano-Hüter Proietti. Das Leder zappelt im Netz.

13. Und wieder eine Chance für die Innerschweizer: Paivas Kopfball aber zu ungenau.

11. Frimpong wird geschickt, der den etwas langen Ball locker erspurtet. Seine Rückgabe kann von Lugano-Hüter Proietti nur ungenügend entschärft werden. Der herrenlose Ball landet schlussendlich aber bei einem Luganesi.

10. Chance Luzern. Schlauer Querpass von Chiumiento, Renggli verzieht aber.

9. Luzern weiter spielbestimmend, allerdgins ohne dabei zwingend zu wirken. Die Fans peitschen ihre Mannschaft nach vorne.

5. Erste Chance für Luzern. Ein scharf getretener Eckball kann schlussendlich doch noch entschärft werden.

4. Luzern rennt an, Lugano hält dagegen. Zum Teil mit unerlaubten Mitteln: Trier tritt Ferreira brutal in den Unterschenkel.

2. An Unterstützung soll es nicht mangeln. Die Allmend ist rappelvoll - ein letztes Mal.

1. Das Spiel hat begonnen. Die nächsten 90, vielleicht aber auch 120 Minuten werden entscheiden, welche Mannschaft in der nächsten Saison in der Axpo Super League, und welche in der Challenge League spielen wird.

0. Herzlich Willkommen zum Barrage-Rückspiel der Axpo Super League zwischen Luzern und Lugano.

(si)

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