20.09.2020 18:58

Saisonprodukt5 Fakten rund um das Herbstgemüse Kürbis

Die Kürbissaison ist gestartet! Hier erfährt ihr mehr über das vielseitig einsetzbare Gemüse, das eigentlich eine Beere ist.

von
Stephanie Sigrist
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Noch vor wenigen Jahrzehnten galt Kürbis als Arme-Leute-Essen oder wurde zu Viehfutter verarbeitet, inzwischen hielten Kürbisse aller Farben und Formen Einzug in die Alltagsküche und sogar in die Haute-Cuisine. Hier erfährt ihr mehr über das Saisongemüse.

Noch vor wenigen Jahrzehnten galt Kürbis als Arme-Leute-Essen oder wurde zu Viehfutter verarbeitet, inzwischen hielten Kürbisse aller Farben und Formen Einzug in die Alltagsküche und sogar in die Haute-Cuisine. Hier erfährt ihr mehr über das Saisongemüse.

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In der Botanik gelten alle Kürbisse als Beeren. Laut Definition sind Beeren Früchte, deren Kerne – genauso wie beim Kürbis – frei im Fruchtfleisch liegen.

In der Botanik gelten alle Kürbisse als Beeren. Laut Definition sind Beeren Früchte, deren Kerne – genauso wie beim Kürbis – frei im Fruchtfleisch liegen.

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Ob als Suppe, Kuchen oder im Risotto: Das Einsatzgebiet von Speisekürbis ist gross.

Ob als Suppe, Kuchen oder im Risotto: Das Einsatzgebiet von Speisekürbis ist gross.

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Der Herbst läutet die Kürbissaison ein. Wusstet ihr, dass Kürbisse botanisch zu den Beeren gehören, es über 1000 Kürbissorten gibt und dass man mittels Klopfprobe herausfinden kann, wie reif ein Kürbis ist? Wir haben erstaunliche Fakten rund um das Saisongemüse zusammengetragen.

1. Klopf, klopf

Bei vielen Lebensmitteln kann man die fünf Sinne einsetzen, um ihren Reifegrad zu erkennen. Reife Kürbisse erkennt man anhand der Klopfprobe: Klingt der Kürbis hohl und dumpf, schmeckt er am besten. Gibt der Kürbis zudem auf leichten Druck nicht nach, ist er ausgereift.

2. Gesund

Kürbis ist ein wichtiger Lieferant für Vitamine und Beta-Carotin, Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium, Kalzium und Eisen sowie sättigende Ballaststoffe. Beta-Carotin ist eine Vorstufe von Vitamin A, wirkt im Körper antioxidativ und hilft dabei, freie Radikale zu bekämpfen. Magnesium ist essenziell für Nerven, Muskeln sowie Herz und am Aufbau der Knochen beteiligt. Auch Kalzium ist ein unverzichtbarer Bestandteil von Knochen und Zähnen. Eisen ist verantwortlich für den Sauerstofftransport, die Speicherung von Sauerstoff in den Muskeln und den Stoffwechsel. Trotz der hohen Dichte an wertvollen Inhaltsstoffen ist Kürbis kalorienarm und enthält im Durchschnitt pro 100 Gramm nur rund 25 Kilokalorien.

Kürbiskerne sind ein gesunder Snack, enthalten im Vergleich zum Fruchtfleisch aber deutlich mehr Kalorien. In den Kernen enthaltene Omega-3-Fettsäuren können den Blutdruck senken, wirken entzündungshemmend und unterstützen den Stoffwechsel.

3. Vielfältig

Noch vor wenigen Jahrzehnten galt Kürbis als Arme-Leute-Essen oder wurde zu Viehfutter verarbeitet, inzwischen hielten Kürbisse aller Farben und Formen Einzug in die Alltagsküche und sogar in die Haute-Cuisine. Ob als Suppe, Kuchen oder im Risotto: Das Einsatzgebiet von Speisekürbis ist gross. Man kann Kürbis auch roh geniessen und ihn zum Beispiel für Salat wie Rüebli raffeln. Fun Fact: In der Botanik gelten alle Kürbisse als Beeren. Laut Definition sind Beeren Früchte, deren Kerne – genauso wie beim Kürbis – frei im Fruchtfleisch liegen.

Es gibt mehr als 1000 Kürbissorten. Zur Familie der Kürbisse gehören allerdings auch Zierkürbisse, die nicht essbar sind. Der in Zierkürbissen enthaltene Bitterstoff Cucurbitacin kann Übelkeit und Bauchschmerzen auslösen. In unseren Breitengraden gehören der nussig schmeckende Butternusskürbis, der pikante Muskatkürbis und der besonders aromatische Hokkaidokürbis zu den beliebtesten Sorten. Leicht süsslich schmeckende Sorten kommen auch bei vielen Kindern gut an, die sich ansonsten nicht gerade nach gesunden Lebensmitteln verzehren.

4. Umweltfreundlich

Schweizer Kürbis weist momentan eine besonders gute Umweltbilanz auf. In regionalen Produkten steckt meistens signifikant weniger graue Energie als in Importware. Eine Ausnahme gibt es aber: Werden Früchte und Gemüse in beheizten Gewächshäusern produziert, macht die Heizenergie den grössten Teil der grauen Energie aus. Daher ist die Ökobewertung von pflanzlichen Lebensmitteln, die in der Schweiz ausserhalb der Hauptsaison in fossil beheizten Gewächshäusern produziert werden, schlechter als diejenige der gleichen Produkte aus Freilandanbau in Südeuropa – solange sie auf dem Strassenweg transportiert werden. Der Transport per Lastwagen fällt weniger ins Gewicht als die Beheizung der Gewächshäuser. Umweltbewusste Konsumenten sollten also nicht nur auf regionale, sondern auch auf saisonale Früchte und Gemüse aus Freilandanbau setzen. Die Speisekürbissaison in der Schweiz dauert von August bis Februar.

5. Lange haltbar

Richtig gelagert, halten sich ganze Kürbisse mehrere Monate. Dazu sollten sie in einem kühlen und trockenen Raum aufbewahrt werden. Angeschnittene Kürbisse bleiben im Kühlschrank je nach Sorte zwischen zwei und vier Tagen frisch, und einzelne Stücke kann man blanchieren und einfrieren. Tiefgefroren sind die meisten Kürbissorten rund vier Monate haltbar.

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10 Kommentare
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Kürbisfan

21.09.2020, 18:22

Kürbisse sind einfach nice. Ich habe schon zwei Hokkaido aus dem Garten verputzt. Das nächste Jahr baue ich noch mehr Kürbis an.

sämu

21.09.2020, 17:55

Wer ist in der Rubrik WIRSINDZUKUNFT mit WIR gemeint. Kann mir das jemand erklären

Kürbiswahn

21.09.2020, 12:53

Gähn, alle Jahre wieder.