Haare kämmen: 5 häufige Fehle, die schaden

Ja, auch Haarekämmen will gelernt sein. Wir zeigen fünf Fehler auf, die besonders häufig gemacht werden und deinem Haar schaden.

Ja, auch Haarekämmen will gelernt sein. Wir zeigen fünf Fehler auf, die besonders häufig gemacht werden und deinem Haar schaden.

Pexels/Jaspereology
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Gut gestriegelt5 Fehler, die du beim Haarekämmen machst

Beim Haarekämmen kann nicht so viel schiefgehen – oder? Falsch gedacht: Wer diese Fehler macht, riskiert Haarbruch und Spliss.

von
Malin Mueller

Wenn du am Morgen noch schlaftrunken im Badezimmer stehst und deinen ersten Kaffee vor dir hast, ist verständlich, dass vieles schnell und ohne nachzudenken funktionieren muss. Duschen, Zähneputzen, Haarekämmen – los gehts.

Wie wichtig ist dir Haarpflege?

Doch du hast es dir vermutlich schon beim Titel der Geschichte gedacht: Ganz so einfach ist es nicht, wenn die Mähne am Schluss nicht nur entwirrt, sondern auch gesund und gepflegt aussehen soll. Wir verraten die häufigsten Fehler und wie du sie vermeidest.

1. Du kämmst deine Haare nach dem Waschen

Im nassen Zustand sollten deine Haare nicht mit einer Bürste in Berührung kommen.

Im nassen Zustand sollten deine Haare nicht mit einer Bürste in Berührung kommen.

Unsplash/Lux Graves

Hier gilt es zu differenzieren: Hast du volle Locken, die schwer zu bändigen sind? Dann machst du direkt nach der Haarwäsche alles richtig mit einem grobzinkigen Kamm, der nicht zu sehr an den Haaren reisst. Für alle anderen gilt: Finger weg! Wasser lässt die Haare aufquellen und sorgt dafür, dass sich die Schuppenschicht leicht öffnet. So werden sie empfindlicher und brechen besonders leicht ab.

Besser: Um einen einzigen grossen Knoten nach dem Waschen zu vermeiden, kämme deine Haare im trockenen Zustand, bevor du in die Dusche steigst.

2. Du kämmst vom Ansatz nach unten

Beim Kämmen gilt: Bei den Spitzen beginnen und hocharbeiten.

Beim Kämmen gilt: Bei den Spitzen beginnen und hocharbeiten.

Pexels/Anete Lusina

Fühlt sich logisch an, schadet dem Schopf aber: die Haare direkt vom Ansatz bis nach unten kämmen. Denn kaum schleicht sich ein kleiner Knoten in die Spitzen, ziehst du ihn so fest und reisst dann daran, um ihn wieder zu lösen. Haarbruch und Spliss sind die Folgen.

Besser: Schön brav erst die Spitzen kämmen, alle Knoten vorsichtig lösen und sich dann schrittweise bis an den Haaransatz vorarbeiten. Ziept auch weniger!

3. Du wäschst deine Bürste nicht

Es ist ein bisschen wie bei den BHs: Man weiss grundsätzlich, dass diese mal wieder eine Wäsche vertragen könnten. Aber jede Ausrede mit einem wichtigeren Task findet sich immer. Dabei sind alter Talg, Schuppen und Stylingrückstände nicht gerade die Zutaten für eine Schonbehandlung. Sie hinterlassen deine Mähne fettig und beschmutzen das Haar, statt es zu pflegen.

Besser: Die Haare in der Bürste täglich entfernen. Mindestens einmal pro Monat ein Waschbecken mit warmem Wasser und einem Schuss Shampoo füllen. Alle Bürsten darin 30 Minuten einweichen lassen. Danach nur noch ausspülen. Minderwertige Bürsten solltest du ausserdem einmal pro Jahr ersetzen, hochwertige halten länger.

4. Deine Bürste passt nicht zu dir

Bei lockigem Haar muss ein grobzinkiger Kamm her, um die Struktur nicht zu zerstören.

Bei lockigem Haar muss ein grobzinkiger Kamm her, um die Struktur nicht zu zerstören.

Pexels/Cottonbro

Wie bei der Partnerwahl ist nicht jede x-beliebige Bürste ideal für jedes Haar. Und dabei gibt es mehr zu beachten als nur die gerade angesprochene Qualität: Die falsche Bürste kann deiner Haarstruktur schaden, sich darin verheddern oder deine Mähne austrocknen.

Das passt zu dir: Für langes, glattes Haar eignet sich eine flache Paddlebrush am besten. Feinere Typen hingegen sind mit einer Rundbürste (speziell beim Föhnen) besser beraten. Für lockige Haare eignet sich ein grobzinkiger Kamm oder eine Bürste mit weit auseinanderstehenden Borsten gut. Und Naturborsten pflegen trockenes, empfindliches Haar besser als Exemplare aus Plastik.

5. Du kämmst zu viel

100 Bürstenstriche am Tag? Das ist zu viel und schadet mehr, als es nützt. 

100 Bürstenstriche am Tag? Das ist zu viel und schadet mehr, als es nützt. 

Pexels/Ron Lach

Dank Kaiserin Sisi hält sich das Gerücht hartnäckig: 100 Bürstenstriche am Tag sorgen angeblich für glänzendes Haar. Gerade feine Haartypen werden schnell feststellen, dass die Haare zwar durchaus glänzen, aber eher vor Fett, das wir so im Übermass am ganzen Kopf verteilen. Ausserdem reissen garantiert einige Haare mehr aus als die, die sonst auf natürlichem Wege das Weite suchen würden.

Besser: Sind deine Haare einmal knotenfrei, ist genug gebürstet. Versprochen. 

Welche Fehler kommen dir bekannt vor?

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