Sommer-Outfit: 5 Mode-Regeln für die Hitzewelle
Hitzewellen können den Sommer zur Qual machen – mit unseren Styling-Tipps wirds nur halb so schlimm.

Hitzewellen können den Sommer zur Qual machen – mit unseren Styling-Tipps wirds nur halb so schlimm.

George Panteris/Pexels
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Heisser Style5 wichtige Mode-Regeln für die Hitzewelle

Wenn dir der Schweiss in langen Bahnen die Beine hinunterläuft, müssen gute Styling-Lösungen her. Wir haben Hilfe gegen die Hitze parat.

von
Johanna Senn

Alles schwitzt und klebt – der Sommer ist da! Doch auch die grössten Sommer-Fans sollten sich vor allzu grosser Hitze schützen. Mit diesen Tipps behältst du auch während der Hitzewelle deine Coolness und trittst modisch auf.

1. Bedeck dich – aber richtig

Entgegen dem, was Rapper Nelly Anfang der 2000er in seinem Song «Hot In Here» gesagt hat («It’s getting hot in here, so take off all your clothes», auf deutsch: «es wird heiss hier drin, zieh alle deine Kleider aus») solltest du, um deine Haut vor schädlicher UV-Strahlung zu schützen, bedeckende Kleidung wählen.

Bestimmt hast du schon zur Genüge gelesen, dass du bei Hitze auf Naturfasern wie Leinen setzen solltest. Dies aber nur, weil es stimmt. Stoffe aus natürlichen Fasern wie Baumwolle, Seide oder Lyocell kühlen. Viele setzen im Sommer auf Leine, weil die Fasern, aus denen das Textil besteht, nur wenig Luft einschliessen – was kühlt. Auch Feuchtigkeit wird von Leinen besonders gut aufgenommen und vom Körper weggeleitet.

Verzichte auf enge Kleidung und setze stattdessen auf weite Hosen, leichte Hemden und Blusen und luftige Kleider. Dabei kannst du je nach Stoff sogar auf schwarze Stücke setzen. Wie Forschende in den 1980ern in einer Studie zu Eigenschaften von schwarzen und weissen Beduinen-Gewändern herausfanden, ist die Dicke des Stoffes ausschlaggebend.

Die zusätzliche Wärme, die das schwarze Gewand aufnimmt, geht verloren, bevor sie die Haut erreicht. Der Schlüssel zu einem kühlen, schwarzen Look ist also eine gewisse Dicke des Stoffs. Schwarze und dünne Kleidung ist bei der Hitze hingegen keine gute Idee.

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2. Behalte einen kühlen Kopf

Der Kopf ist einer der wichtigsten Körperteile, wenn es um die Temperaturregulierung geht. Statt die pralle Sonne auf dein Haupt brennen zu lassen, solltest du darum auf eine leichte Kopfbedeckung setzen.

Nicht nur, um kühl zu bleiben, solltest du ein Baseballcap, einen Bucket Hat oder einen Sonnenhut tragen. Schützt du deine Kopfhaut, vermeidest du auch schmerzhaften und ungesunden Sonnenbrand. Ein weiteres Plus vom Käppi: Du schützt damit nicht nur deinen Kopf, sondern spendest deinen Augen Schatten.

Bekommst du trotzdem einen heissen Kopf, kannst du ohne weiteres einmal kurz «oben ohne» durchlüften. Den Kopf im eiskalten Brunnen abzukühlen wirkt zwar verlockend, könnte aber zur Folge haben, dass sich deine Blutgefässe verengen und dir später noch wärmer wird.

3. Zeig her deine Füsse

Verschwitzte und angeschwollene Füsse sind eine Begleiterscheinung der Sommerhitze. Wenn du nicht auf offene Schuhe zurückgreifen kannst, wähle ein Paar Sneakers – zum Beispiel aus Mesh-Stoff, statt aus gefüttertem Leder.

Auch die richtigen Socken können dir helfen, deine Füsse kühl und trocken zu halten. Hier setzt du statt auf Baumwolle etwa auf Bambus oder auf ein Modell mit eingenähtem Mesh – das kühlt deine Füsse und absorbiert den Schweiss besser als Baumwolle.

Zum Abkühlen deiner Füsse kannst du auch auf ätherische Öle zurückgreifen. Ein paar Spritzer Pfefferminzöl auf deine Füsse haben einen kühlenden Effekt und wirken auch unangenehmen Gerüchen entgegen.

Bist du daheim, kannst du deine Bettflasche zum Fusskühler umfunktionieren: Gib ein paar gecrushte Eiswürfel hinein und füll die Wärmflasche mit kaltem Wasser für ein angenehmes Frischegefühl beim Einschlafen.

4. Setz auf den Athleisure-Look

Sportkleidung ist dafür gemacht, dich kühl und trocken zu halten. Verschiedene Hersteller bieten sogar speziell kühlende Kleidungsstücke an, welche die Verdunstung von Feuchtigkeit fördern.

Klar, zum Businesslunch kannst du nicht im Sport-BH auftauchen. Doch wenn du statt schwarzem Tanktop – ähnlich wie Kim Kardashian – ein Sport-Tanktop trägst, wird das kaum jemandem auffallen.

Den Athleisure-Look gibt es auch in der Luxusversion. Gucci und Adidas enthüllten erst kürzlich ihre Kollaboration, die Sportbekleidung und Luxus verschmilzt.

5. Setze auf die richtigen Accessoires

Nicht nur die Füsse, auch die Hände schwellen bei Hitze gerne mal an. Vergiss also die schönen Fingerringe, sie werden sich in der Nachmittagshitze nur unangenehm in deine Finger pressen. Wenn du Schmuck tragen möchtest, wähle echtes Gold oder Silber – Modeschmuck neigt dazu, in Verbindung mit Schweiss zu oxidieren und hinterlässt dann grüne Flecken auf der Haut.

Ein praktisches Accessoire im Kampf gegen die Hitze ist zum Beispiel ein Fächer. So kannst du dir wenigstens im stickigen Tram stilvoll etwas frische Luft zufächeln.

Modeschöpfer Karl Lagerfeld in den 90ern: Auch ein Fan des Fächers.

Modeschöpfer Karl Lagerfeld in den 90ern: Auch ein Fan des Fächers.

IMAGO/United Archives

Der letzte Tipp ist zwar etwas unkonventionell – doch wer es wirklich kaum aushält, füllt sich eine Stofftasche mit Kühlakkus: So hast du deine eigene kleine Cooling-Tasche für unterwegs.

Bei der Hitze gilt natürlich auch: Viel Wasser trinken. Auch das unterstützt deinen Körper dabei, sich abzukühlen. Zu guter Letzt hilft der Gedanke daran, dass wir im Sommer alle ganz schön verschwitzt sind – und das ist okay.

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