Ohrfeige, Solidarität, Moderation – 5 Oscar-Momente, über die das Netz gerade spricht
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Ohrfeige, Solidarität, Moderation5 Oscar-Momente, über die das Netz gerade spricht

Am Sonnabend wurde in Los Angeles der begehrte Goldjunge vergeben. Doch nicht nur die Gewinner sorgten bei der Verleihung für Aufsehen. Das sind die Highlights der Award-Nacht.

von
Katrin Ofner
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Die diesjährigen Moderatorinnen Regina Hall, Amy Schumer und Wanda Sykes.

Die diesjährigen Moderatorinnen Regina Hall, Amy Schumer und Wanda Sykes.

AFP
Oscar trotz Skandal: Will Smith ist bester Hauptdarsteller – und bedankt sich unter Tränen. (27. März 2022)

Oscar trotz Skandal: Will Smith ist bester Hauptdarsteller – und bedankt sich unter Tränen. (27. März 2022)

REUTERS/Brian Snyder
Beste Hauptdarstellerin: Oscar-Gewinnerin Jessica Chastain. 

Beste Hauptdarstellerin: Oscar-Gewinnerin Jessica Chastain. 

Getty Images via AFP/Neilson Barnard

Darum gehts

In Hollywood wurden in der Nacht auf Montag zum 94. Mal die Academy Awards – kurz: Oscars – verliehen. Schauspieler Will Smith (53) holte sich den Goldjungen als bester Hauptdarsteller im Film «King Richards». Seine Kollegin Jessica Chastain (45) wurde für ihre Rolle als Tammy Faye in «The Eyes of Tammy Faye» als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet. Standing Ovations erhielt die Crew des Films «CODA», die drei Oscars entgegennehmen konnte.

Doch wie jedes Jahr gab es auch abseits der Gewinnerinnen und Gewinner reichlich Gesprächsstoff. Insbesondere in den sozialen Netzwerken wird jetzt über den einen und anderen Moment getuschelt. Wir fassen zusammen, was die Zuschauenden in der Glamour-Nacht bewegte.

Moderatorinnen-Trio kam nicht gut an

In diesem Jahr führten gleich drei Frauen durch den Award-Abend: Amy Schumer (40), Wanda Sykes (58) und Regina Hall (51). «Drei Frauen sind günstiger als ein Mann», sagte das Trio in ihrer Eröffnungsrede. Mit viel Witz und Charme führten sie durch die Verleihung – doch nicht alle konnten lachen. Insbesondere ein Moment fiel den Zuschauerinnen und Zuschauern negativ auf.

Regina Hall bezeichnete die Stars Simu Liu, Bradley Cooper, Tyler Perrs und Timothée Chalamet als Hollywood-«Bad Boys». Der Grund: Bei ihnen gab es im Vorfeld offenbar Probleme mit den Covid-Tests. Die Moderatorin kündigte daraufhin an, dass sie Backstage gleich selbst bei ihnen einen Nachtest durchführen werde. Im Netz gabs für diese Aussagen Kritik, da es die Opfer der Pandemie verunglimpfe. Damit nicht genug: Als Josh Brolin (54) und Jason Mamoa (42) die Bühne betraten, wurden sie von den Moderatorinnen zudem direkt abgetastet. Ein No Go für viele.

«Regina Hall macht Witze über die Pandemie, die innert zwei Jahren Millionen von Menschen getötet hat. Und benutzte das als Vorwand, um Männer zu begrapschen und sich über sexuelle Gewalt lustig zu machen», ärgert sich dieser User.

Ebenso, dass sich Hall über die «offene Ehe» von Will und Jada Pinkett-Smith (50) lustig machte, stiess einigen sauer auf.

Will Smith schlägt Chris 

Apropos Will Smith: Der Hollywood-Star sorgte an dem Abend nicht nur mit seinem Gewinn für Gesprächsstoff. Inmitten der Zeremonie verpasste der 53-Jährige seinem Komiker-Kollege Chris Rock (57) eine schallende Ohrfeige auf der Bühne. Zuvor hatte Rock bei der Ankündigung eines Preises einen Witz über Smiths glatzköpfige Ehefrau Jada gemacht. 

Und das Netz? Quasi im Schockzustand. «Was war das eben? Will Smith haut Chris Rock eine rein? Das war mal eine Überraschung», schreibt eine Twitter-Userin.

Ein weiterer Nutzer ist sich sicher, dass die Ohrfeige nicht einstudiert war.

Kurz nach dem Vorfall zeigte sich Moderatorin Amy Schumer wieder auf der Bühne – und witzelt über den Moment: «Ich musste erst aus diesem Spider-Man-Kostüm herauskommen. Habe ich etwas verpasst?»

Ein Wiedersehen mit der Unaussprechlichen

Im letzten Jahr sorgte Youn Yuh-jung für Lacher. Zum einen baggerte sie ungeniert Brad Pitt (58) an, zum anderen beschwerte sie sich, dass ihr Name stets falsch ausgesprochen wird. Nun gab es ein Wiedersehen mit der 74-Jährigen, als sie Troy Kotsur (53) den Oscar in der Kategorie Bester Nebendarsteller überreichte. Sehr zur Freude der Twitter-Gemeinde. 

Hollywood zeigt Schleife

Aufgrund der aktuellen Kriegslage war bei vielen Stars, darunter Schauspielerin Jamie Lee Curtis (63), Samuel L. Jackson (73) mit Ehefrau LaTanya Richardson Jackson (72) und Komponistin Diane Warren (65), wohl das wichtigste Accessoire eine kleine blaue Schleife. Damit zeigten sie ihre Solidarität mit der Ukraine. «Aquaman»-Darsteller Jason Momoa kam mit Einstecktuch in den Farben der ukrainischen Flagge, sein Kollege Benedict Cumberbatch (45) trug einen Ukraine-Pin. 

Zudem riefen die Oscar-Verwantwortlichen zu einer Schweigeminute und einem Spendenaufruf auf. Ein Statement, das fast zwei Stunden nach dem Start der Show passierte. Auf Twitter sorgte das für Unmut. Unter anderem wurde die kurze Einblendedauer der Texttafeln bemängelt. Man habe kaum Zeit gehabt, die Informationen zu lesen.

Die fehlenden Kategorien

Die Academy hatte im Vorfeld beschlossen, nicht alle 23 Kategorien im TV zu zeigen. Stolze acht Disziplinen mussten auf die Kameras verzichten. So etwa Schnitt und Kurzfilm-Bereiche für Animation und Dokumentation. Die Gewinnerinnen und Gewinner dieser Kategorien bekamen ihre Preise bereits im Vorfeld der eigentlichen Verleihung. Für viele Zuschauerinnen und Zuschauer war das nicht in Ordnung.

«Total würde- und respektlos», findet diese Userin das Ausladen der Kategorien. 

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