Aktualisiert 19.07.2019 13:32

Energy Challenge

5 Tipps gegen Food Waste

So können Sie dazu beitragen, dass weniger geniessbare Lebensmittel im Abfall landen.

von
sts
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In der Schweiz wird Food Waste fast zur Hälfte in Haushalten und der Gastronomie verursacht: Pro Person landen laut dem Verein Foodwaste.ch täglich 320 Gramm geniessbare Lebensmittel im Abfall. Nachfolgend gibt es Tipps gegen Lebensmittelverschwendung.

In der Schweiz wird Food Waste fast zur Hälfte in Haushalten und der Gastronomie verursacht: Pro Person landen laut dem Verein Foodwaste.ch täglich 320 Gramm geniessbare Lebensmittel im Abfall. Nachfolgend gibt es Tipps gegen Lebensmittelverschwendung.

Keystone/Gaetan Bally
Vor dem Wocheneinkauf sollte man sich fragen, wie oft in der kommenden Woche wie viele Personen zu Hause essen werden, was zurzeit im Kühlschrank liegt und wie man bereits gekaufte Lebensmittel mit Frischprodukten ergänzen möchte. Einkaufslisten helfen ebenfalls, nicht zu viel zu kaufen.

Vor dem Wocheneinkauf sollte man sich fragen, wie oft in der kommenden Woche wie viele Personen zu Hause essen werden, was zurzeit im Kühlschrank liegt und wie man bereits gekaufte Lebensmittel mit Frischprodukten ergänzen möchte. Einkaufslisten helfen ebenfalls, nicht zu viel zu kaufen.

Keystone/Christian Beutler
Wurden trotz bedachten Einkaufs doch mal zu viele Frischprodukte gekauft oder wollen Sie bei Aktionen zuschlagen? Zahlreiche Lebensmittel lassen sich problemlos einfrieren.

Wurden trotz bedachten Einkaufs doch mal zu viele Frischprodukte gekauft oder wollen Sie bei Aktionen zuschlagen? Zahlreiche Lebensmittel lassen sich problemlos einfrieren.

Keystone/Gaetan Bally

Bis zu ein Drittel aller in der Schweiz produzierten Lebensmittel geht auf dem Weg zum Teller verloren oder wird verschwendet. Das sind pro Jahr rund zwei Millionen Tonnen Nahrungsmittel. Die Verluste über die ganze Lebensmittelkette sind laut dem Verein Foodwaste.ch in den meisten Ländern ungefähr gleich hoch. Sie unterscheiden sich allerdings in der Verteilung über die Lebensmittelkette.

Während in Industrieländern gut die Hälfte der Lebensmittelverschwendungen auf die Endkonsumenten zurückzuführen ist, landet in Schwellen- und Entwicklungsländern in privaten Haushalten sehr wenig im Abfall. In den ärmeren Regionen der Welt sind dafür die Verluste bei der Ernte, in der Lagerung und der Verarbeitung höher, da vielfach effiziente Technologien und das nötige Wissen fehlen.

Food Waste hat weitreichende Auswirkungen auf die Umwelt. Die Produktion von Lebensmitteln ist weltweit für rund 30 Prozent aller Umweltbelastungen verantwortlich. Werfen wir einwandfreies Essen in den Abfall, werden knappe Ressourcen wie Wasser, Böden und fossile Energieträger also vergebens belastet oder verbraucht. Gleichzeitig verknappt eine durch Verluste erhöhte Nachfrage das weltweite Angebot an Lebensmitteln – während die Ernährungssicherheit vieler Menschen nicht garantiert ist.

Hier gibt es fünf Tipps, wie Lebensmittelverschwendung vermieden oder zumindest reduziert werden kann.

Einkaufen

Oftmals wird schlicht zu viel eingekauft. Deshalb sollte man sich vor dem Wocheneinkauf fragen, wie oft in der kommenden Woche wie viele Personen zu Hause essen werden, was zurzeit im Kühlschrank liegt und wie man bereits gekaufte Lebensmittel mit Frischprodukten ergänzen möchte. Menüpläne und darauf basierende Einkaufszettel helfen dabei, bewusster einzukaufen.

Aufbewahren

Wurden trotz bedachten Lebensmitteleinkaufes doch mal zu viele Frischprodukte gekauft, lassen sich viele davon problemlos einfrieren. Bei Fleisch und Fisch hängt es vom Fettgehalt ab, wie lange die Produkte eingefroren werden können. Rind- und Kalbfleisch kann im Tiefkühler bis zu einem Jahr aufbewahrt werden, im Falle von Geflügel sind es vier bis sechs Monate. Hart- und Scheibenkäse kann ebenfalls eingefroren werden, Weich- und Streichkäse hingegen nicht. Zahlreiche Gemüsesorten wie beispielsweise Bohnen, Erbsen oder Lauch sind tiefgekühlt mehrere Monate haltbar. Kleiner Tipp für Alleinlebende, die mit grossen Packungen zu kämpfen haben: Viele Lebensmittel wie etwa Reibkäse, Butter, frische Tortellini und Spätzle lassen sich portioniert einfrieren. Dies gilt auch für bereits gekochtes Essen: Nudeln, Reis oder Gemüse nach dem Kochen und Abkühlen in Gefrierbeutel geben und ab in den Tiefkühler damit. Frisches Obst und Gemüse ist eingemacht oder eingekocht bis zu drei Monaten haltbar. Aus den meisten Beeren lassen sich Konfitüren zubereiten, sodass der Sommergeschmack bis nach Ende der Beerensaison anhält.

Vermeidung von Rüstabfällen

In unseren Breitengraden werden viele Früchte- und Gemüsesorten geschält. Dies produziert in vielen Fällen bloss unnötigen Abfall und reduziert den Vitaminanteil des Lebensmittels, da ein grosser Teil der Vitamine diversen Untersuchungen zufolge direkt unter der Schale steckt. Die Schale von Äpfeln, Birnen, Gurken, Kartoffeln oder Rüebli beispielsweise ist essbar, die Frucht oder das Gemüse muss vor dem Verzehr allerdings gut gewaschen werden.

Resteverwertung

Vom Grillabend sind noch zwei Wienerli, etwas Gemüse und wenige Scheiben Brot übrig geblieben. Was macht man damit? Aus Essensresten lassen sich mit etwas Fantasie neue Gerichte zubereiten, mit den Resten aus unserem Beispiel beispielsweise eine Gerstensuppe mit Wurst- und Gemüseeinlage. Dazu passt auch bereits hart gewordenes Brot, das in die Suppe getunkt werden kann. Nudelsalat aus übrig gebliebener Pasta und Käse- sowie Schinkenresten oder die aus Klassenlagern bekannte Fotzelschnitte eignen sich ebenfalls gut zur Resteverwertung.

Teilen

Eine Alternative zum Einmachen, Einfrieren und der Resteverwertung stellt Food Sharing dar. In den meisten Städten gibt es inzwischen Initiativen gegen Food Waste, wobei Lebensmittel, die zwar noch geniessbar sind, aber das offizielle Verfallsdatum bereits überschritten haben, getauscht oder verschenkt werden.

Energy Challenge 2019

Die Energy Challenge ist eine nationale Aktion von Schweizer Unternehmen mit Unterstützung von EnergieSchweiz. Ihr Ziel ist, Energie erlebbar zu machen und die Bevölkerung auf spielerische Weise zum Energiesparen anzuregen. 20 Minuten als Medienpartner beleuchtet die Themen Energieeffizienz und erneuerbare Energien mit Hintergrundberichten, Interviews sowie praktischen Tipps rund um Mobilität, Ernährung, Elektrogeräte, Reisen und energetisches Sanieren. Alle Informationen zur Energy Challenge 2019 und Wettbewerbe mit Preisen im Wert von insgesamt 200'000 Franken gibt es auf der offiziellen App für Android und iOS.

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