Brennnessel: Diese Wirkungen hat die Heilpflanze
Liebe auf den zweiten Blick: Die Brennnessel kann mehr, als nur auf der Haut zu brennen. 

Liebe auf den zweiten Blick: Die Brennnessel kann mehr, als nur auf der Haut zu brennen. 

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Heilpflanze 20225 Tricks, wie du Brennnesseln für dich nutzen kannst

Liebe auf den zweiten Blick: Wir verraten, wie du das brennende Wunderkraut zu deinem Freund machst. 

von
Geraldine Bidermann

Die meisten von uns haben bereits als Kinder negative Erfahrungen mit ihr gemacht. Die Brennnessel, auch Pickmadam, Schweinsrose oder Teufelskraut genannt, hat ihre Tücken. Aber auch wenn sie widerspenstig daherkommt und vielen schon ein brennendes Gefühl auf der Haut beschert hat: Die robuste Wildpflanze ist ein gesundes Multitalent und darum zur Heilpflanze des Jahres 2022 gewählt worden. Wir verraten, wie du sie nutzen kannst. 

1. Brennnesselblätter in der Küche

Wusstest du, dass eine richtig vitalstoffreiche Mischung aus Vitaminen (A, C und E), Mineralstoffen und Spurenelementen in der Brennnessel steckt? Sie ist deshalb super gut zum Verzehr geeignet. Damit du die Brennnessel ohne Irritationen geniessen kannst, musst du zuvor die Brennhaare abbrechen. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Koche die Brennnessel kurz auf. Damit zerstörst du die Pflanzenstruktur so sehr, dass die Brennhaare nicht mehr wirken.

  • Rolle die gesammelten Brennnesselteile mit einer Teigrolle durch. Auch so brichst du die Brennhaare ab.

  • Püriere oder mixe deine Brennnesselernte: Auch hierbei werden die Haare mechanisch abgebrochen.

Zum Kochen eignen sich die jungen Blätter im Frühjahr oder die oberen Blatttriebe im Sommer perfekt. Das Kraut lässt sich dünsten und verarbeiten wie Spinat und schmeckt leicht bitter. Roh in Salaten sind speziell die oberen Blatttriebe geeignet. 

Die Brennnessel liefert sechsmal mehr Vitamin C als eine Zitrone. 

Die Brennnessel liefert sechsmal mehr Vitamin C als eine Zitrone. 

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2. Brennnesseltee als Heilmittel

Auch trinken kann man das Kraut. In der traditionellen Medizin hilft die harntreibende Wunderpflanze gegen Blasen- sowie Nierenleiden. Gemeinsam mit viel Wasser entwässert sie aufgrund ihrer hohen Konzentration an Mineralien, allen voran Kalium, und spült den Körper durch. Daneben beugt eine Tee-Kur gegen Nieren- und Blasensteine vor. 

Brennnesseln selber ernten 

Brennnesseln findet man häufig an Waldrändern, an Gewässern, auf Wiesen und generell an halbschattig gelegenen Standorten vor. Auf der Spitze der Brennnessel-Härchen befindet sich Kieselsäure.  Diese löst bei Berührung ein Brennen und beissende Stellen aus. Deshalb solltest du bei der Ernte immer dicke Handschuhe tragen. Nach der Ernte solltest du die Pflanze relativ schnell verwerten. 

3. Brennnesseln gegen Schmerzen

Auch die Schulmedizin verwendet Brennnessel-Essenzen in schmerz- und entzündungshemmenden Medikamenten und Gels, die zum Beispiel gegen Rheuma, Arthritis und Arthrose zum Einsatz kommen. 

Die Erntezeit erstreckt sich von April/Mai bis September. 

Die Erntezeit erstreckt sich von April/Mai bis September. 

Markus Winkler / Pexels

4. Brennnesseln als Haarkur

Im Badezimmer ist die Pflanze ebenso wirksam: Die Brennnesselwurzel fördert den Haarwuchs und pflegt die Kopfhaut, da sie die Durchblutung des Haarbodens ankurbelt. Brennnessel-Shampoos findest du in Drogerien oder Apotheken, im Netz gibt es zudem zahlreiche Anleitungen, wie du deine Tinktur selber herstellen kannst. 

5. Gutes aus den Brennnesselsamen

Brennnesselsamen gelten als Superfood. Geröstet machen sie sich im Smoothie, als Topping im Salat oder auf dem Müesli gut. Ihr hoher Anteil an Carotinoiden sowie essentiellen Fettsäuren hilft der Sehkaft und fördert die Hirnfunktionen. 

Was sind deine Erfahrungen mit Heilkräutern? 

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