Aktualisiert 12.03.2011 23:00

Hilfe nach Beben

50 000 Soldaten suchen nach Verschütteten

Nach dem verheerenden Erdbeben in Nordjapan läuft die Hilfe jetzt langsam an. 50 000 Soldaten stehen im Einsatz. Hilfsteams aus aller Welt fliegen nach Tokio.

von
ann/uwb

Über 1000 Tote und riesige Zerstörung weiter Landstriche. Viele Menschen sind noch ohne Strom. Die Rede ist von bis zu 5,1 Millionen Haushalten. Vielerorts fehlt auch das Trinkwasser: Die Folgen der gewaltigen Sturmflut, die nach dem Erdbeben über die Japanischen Inseln fegte sind verheerend. Rund 70 spezialisierte Hilfsteams aus 45 Ländern haben Japan darum ihre Hilfe angeboten.

Nicht alle Hilfe kann die Regierung der gebeutelten Insel momentan annehmen. Zunächst setzt sie vor allem auf Rettungsteams und Suchhunde. Die EU und die Schweiz haben bereits entsprechende Hilfsteams losgeschickt.

Die meisten Häuser an der Küste weggespült

Das Land selbst hat für Rettungseinsätze 50 000 Soldaten in die Katastrophenregion entsandt, wie Ministerpräsident Naoto Kan erklärte. Ausserdem seien 190 Militärflugzeuge sowie 25 Schiffe in die von dem Erdbeben betroffenen Gebiete unterwegs.

«Die meisten Häuser an der Küstenlinie sind weggespült worden», erklärte Kan nach einem Helikopterflug über dem Erdbebengebiet. Der Tsunami habe sehr schwere Schäden verursacht, sagt er. Hunderte von Menschen werden unter eingestürzten Häusern vermutet, viele könnten auch unter dem Schlamm der Tsunami-Welle begraben sein. Zudem gelte es Menschen zu helfen, die aus Angst auf ihre Dächer gestiegen seien und sich nicht mehr herunter wagten.

Vermisstensuche auf dem Internet

Weiterhin ist unklar, wie viele Personen noch vermisst werden. Die japanischen Mobilfunkanbieter haben darum ein digitales Anschlagbrett kreiert, auf dem Nachrichten mit bis zu hundert Zeichen hinterlassen werden können. Die Nachrichten können von Personen angesehen werden, die die Telefonnummer des Absenders kennen.

Das Internationale Rote Kreuz ist bereit, 20 000 Zelte nach Japan zu senden. Gemeinsam mit dem Japanischen Roten Kreuz hat es zudem eine spezielle Familien-Kontakt-Seite aufgeschaltet mit der Familien und Freunde Kontakt miteinander aufnehmen können.

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