50 extrem gewaltbereite FCL-Fans
Aktualisiert

50 extrem gewaltbereite FCL-Fans

Nach erneuten Ausschreitungen am letzten Samstag beim Fussballspiel gegen St. Gallen wollen der FC Luzern (FCL) und der Luzerner Stadtrat handeln.

Geplant sind unter anderem präventive Fanarbeit und eine Informationsoffensive.

Delegationen des Stadtrats und des FCL haben sich am Dienstag getroffen und, wie es in einer Medienmitteilung heisst, «Massnahmen eingeleitet». Zugleich verurteilten sie die Aussschreitungen vom Samstag aufs Schärfste.

Fachleute gehen davon aus, dass rund 50 Personen die Spiele des FCL zum Anlass nehmen, ihre extreme Gewaltbereitschaft auszuleben. Unterstützt werden sie von rund 300 Sympathisanten aus der extremen Fanszene.

Einig sind sich Stadtrat und FCL, dass die präventive Fanarbeit so schnell wie möglich verstärkt wird. Den gewaltbereiten Jugendlichen sollen Alternativen aufgezeigt werden. Zudem soll in den Medien eine Informationsoffensive lanciert werden.

Spieler, Vereinsführung und Prominente verurteilen darin die Gewalt und distanzieren sich von den Tätern. Ausserdem soll der Kanton abklären, ob es Ausführungsbestimmungen braucht, damit das Anfang 2007 in Kraft tretende Hooligan-Gesetz auch im Kanton Luzern angewandt werden kann.

Wie der Stadt Luzern weiter mitteilte, laufen die Ermittlungen der Polizei zu den Vorfällen vom Samstag auf Hochtouren. Derzeit werten Fachleute die Videoaufnahmen aus. Der FCL wird nach Abschluss der Ermittlungen gegen alle Beteiligten ein mehrjähriges Stadionverbot verhängen.

(sda)

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