Aktualisiert 21.12.2007 07:39

50 Menschen sterben bei Attentat in Pakistan

Bei einem erneuten Selbstmordanschlag auf den früheren pakistanischen Innenminister Aftab Khan Sherpao sind mindestens 50 Menschen getötet worden.

Wie die Polizei mitteilte, blieb Sherpao unverletzt, als sich der Attentäter auf dem Gelände einer Moschee im Nordwesten Pakistans in die Luft sprengte. Sherpao hatte an einem muslimischen Feiertag Besucher empfangen. Es war bereits der zweite Anschlag auf ihn innerhalb von acht Monaten. Im April wurde er bei einem Selbstmordanschlag auf eine Kundgebung leicht verletzt, mindestens 28 Menschen kamen ums Leben.

Der neue Anschlag ereignete sich in seinem Heimatort Sherpao rund 40 Kilometer nordöstlich von Peshawar. Einer von Sherpaos Söhnen war unter den Dutzenden Verletzten. Wie Polizeisprecher Sharif Virk erklärte, betete der Attentäter in einer Reihe von Gläubigen, als er seinen Sprengsatz zündete. Viele der Verletzten wurden in das Krankenhaus nach Peshawar gebracht.

Sherpao hatte unter Präsident Pervez Musharraf der Regierung angehört. Es war der zweite Anschlag auf den Politiker in den vergangenen acht Monaten. Bei einem Selbstmordanschlag im April waren rund 30 Menschen ums Leben gekommen.

Die Gewalt in Pakistan hat in diesem Jahr deutlich zugenommen. In den vergangenen Monaten sind in dem Land bei Selbstmordanschlägen mehr als 400 Menschen getötet worden, die meisten davon in der nordwestlichen Grenzregion.

Quelle: SDA/AP

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