Ueli Maurer: 50 Soldaten sollen an die Schweizer Grenze
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Ueli Maurer50 Soldaten sollen an die Schweizer Grenze

Finanzminister Ueli Maurer will beim VBS Unterstützung anfordern. Unbewaffnete Armeeangehörige sollen das Grenzwachtkorps unterstützen.

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ij
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Zum Einsatz kommen sollen nicht Durchdiener oder WK-Soldaten, sondern «Sicherheitsleute mit einer polizeiähnlichen Ausbildung», so Ueli Maurer. (29. Dezember 2016)

Zum Einsatz kommen sollen nicht Durchdiener oder WK-Soldaten, sondern «Sicherheitsleute mit einer polizeiähnlichen Ausbildung», so Ueli Maurer. (29. Dezember 2016)

Keystone/Peter Klaunzer
Er werde im neuen Jahr dem VBS ein entsprechendes Gesuch stellen, gab der Finanzminister an seiner Jahresmedienkonferenz in Adelboden bekannt. (29. Dezember 2016)

Er werde im neuen Jahr dem VBS ein entsprechendes Gesuch stellen, gab der Finanzminister an seiner Jahresmedienkonferenz in Adelboden bekannt. (29. Dezember 2016)

Keystone/Peter Klaunzer
Bis zu 50 Armeeangehörige sollen das Grenzwachtkorps unterstützen. (29. Dezember 2016)

Bis zu 50 Armeeangehörige sollen das Grenzwachtkorps unterstützen. (29. Dezember 2016)

Keystone/Peter Klaunzer

Bis zu 50 Armeeangehörige sollen im kommenden Jahr das Grenzwachtkorps unterstützen. Er werde einen entsprechenden Antrag stellen, sagte Bundesrat Ueli Maurer an seiner Jahresmedienkonferenz in Adelboden.

Zum Einsatz kommen sollen gemäss Finanzminister Maurer nicht Durchdiener oder WK-Soldaten, sondern militärisches Berufspersonal: «Sicherheitsleute mit einer polizeiähnlichen Ausbildung.» Diese sollen grundsätzlich die gleichen Aufgaben übernehmen wie die Grenzwächter. Sie werden laut dem ehemaligen Verteidigungsminister Maurer «nicht mit dem Sturmgewehr an der Grenze patrouillieren».

Dem Antrag zustimmen müssen das Verteidigungsdepartement, der Bundesrat und das Parlament. Maurer zeigte sich zuversichtlich, dass er den entsprechenden Support erhält.

Mehrarbeit für Grenzwächter

Das Grenzwachtkorps werde im nächsten Jahr stark gefordert sein, betonte Maurer vor den Medien. Deutschland und auch Frankreich würden ihre Grenzkontrollen verschärfen – nicht zuletzt, weil im nächsten Jahr in beiden Ländern Wahlen anstünden.

Die Schweiz stehe damit vermehrt wieder als Zielland von Migranten im Fokus. Damit könnten weniger Asylsuchende an Italien zurückgewiesen werden, weil ihre Gesuche in der Schweiz behandelt werden müssten. Dies bedeute Mehrarbeit für das Grenzwachtkorps.

(ij/sda)

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