50 Taliban-Kämpfer in Afghanistan getötet
Aktualisiert

50 Taliban-Kämpfer in Afghanistan getötet

Bei den schwersten Gefechten in Afghanistan seit Wochen sind nach offiziellen Angaben vom Dienstag rund 50 mutmassliche Taliban-Kämpfer und zwei afghanische Soldaten getötet worden.

Etwa 25 Aufständische seien festgenommen worden, erklärte der Gouverneur der Provinz Urusgan, Dschan Mohammed Chan. Auslöser der Gefechte sei eine Offensive von afghanischen und US-Truppen gegen ein Lager der Rebellen gewesen, das als Stützpunkt für Angriffe in der Umgebung gedient habe.

In der südostafghanischen Provinz Sabul nahm die Polizei zehn mutmassliche Mitglieder der Taliban fest, wie der Sprecher des Gouverneurs erklärte. Zuvor war es dort zu Gefechten gekommen. In der östlichen Provinz Paktika wurde ein Kandidat für die Parlamentswahl getötet. Neben seinem Auto explodierte nach Polizeiangaben eine Bombe.

Vor dem US-Stützpunkt Bagram in Afghanistan demonstrierten unterdessen mehr als tausend Menschen. Sie trommelten gegen das Haupttor des Stützpunkts und forderten die Freilassung von drei Bewohnern des nahegelegenen Dorfes Dhejmullah, die am Montagabend festgenommen worden waren. Einige Demonstranten warfen Steine, Reifen wurden in Brand gesetzt. Nach Angaben eines örtlichen Regierungsvertreters riefen die Demonstranten anti-amerikanische Parolen.

Ein 35-Jähriger sagte, die Bewohner hätten die Amerikaner seit Jahren unterstützt. «Wir sollten mit Respekt behandelt werden. Sie nehmen unsere Leute ohne die Erlaubnis der Regierung fest. Sie brechen in unsere Häuser ein und beleidigen die Leute. Wir sind sehr zornig», sagte Schah Aghar.

(sda)

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