500'000 Chinesen fliehen vor Taifun «Aere»
Aktualisiert

500'000 Chinesen fliehen vor Taifun «Aere»

Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 140 Stundenkilometern ist der Taifun «Aere» am Mittwoch über die ostchinesische Küste hinweggefegt.

Fast eine halbe Million Menschen wurden in Sicherheit gebracht.

Zuvor hatte «Aere» über Teile Taiwans und Japans getobt und mindestens acht Menschen getötet. Bei von den Taifunen «Aere» und «Chaba» ausgelösten heftigen Regenfällen auf den Philippinen kamen mindestens sieben Menschen ums Leben. Die Marianen-Inseln im Nordpazifik meldeten zwei Todesopfer.

Nach Angaben der chinesischen Zivilschutzbehörden sollte vermutlich die Provinz Fujian im Zentrum des Sturms stehen. Dort wurden rund 220 000 Menschen aus ihren Häusern evakuiert.

In der benachbarten Provinz Zheijang, in der vor zwei Wochen bereits der Wirbelsturm «Rananim» gewütet hatte, wurden vorsorglich rund 250 000 Menschen evakuiert, wie die Nachrichtenagentur Xinhua meldete.

Ausnahmezustand in Taiwan

Im Norden Taiwans tötete «Aere» mindestens sechs Menschen. Nach Angaben eines Notfallzentrums starben vier Menschen, als Erdrütsche ihre Häuser zum Einsturz brachten. Ein Mann wurde durch einen umkippenden Strommast getötet. Ein Fischer kam auf See ums Leben. Neun Menschen wurden zunächst noch vermisst.

In der Hauptstadt Taipeh blieben die Börse, Schulen und Büros den zweiten Tag in Folge geschlossen. Rund 250 000 Haushalte waren ohne Strom, 770 000 ohne Trinkwasser.

Am Flughafen von Taipeh wurden alle Inlands- und Auslandsflüge gestrichen. Eine Maschine mit Ministerpräsident Yu Shyi Kun konnte nicht landen und musste nach Okinawa in Japan umgeleitet werden. An der Südspitze Japans tötete «Aere» zwei Menschen.

Heftiger Regen auf den Philippinen

Auf den Philippinen kamen nach Behördenangaben mindestens sieben Menschen in Folge der von «Aere» und «Chaba» verursachten heftigen Regenfälle ums Leben. «Chaba» raste auch über die Marianen-Inseln und tötete zwei Menschen.

«Chaba» wurde sogar als Super-Taifun eingestuft, weil seine Winde eine Geschwindigkeit von mehr als 241 Stundenkilometer erreichten. Der Wirbelsturm bewegte sich in Richtung Nordwesten fort. Laut japanischen Wettervorhersagen sollte er am Freitag Okinawa im Süden Japans treffen.

Erst Mitte August waren im Südosten Chinas mehr als 160 Menschen bei einem Taifun getötet worden. «Rananim» war als schwerster Taifun seit Jahren eingestuft worden. Er fegte mit rund 160 Kilometern pro Stunde über die Provinz Zhejiang rund 135 Kilometer südlich von Shanghai hinweg. (sda)

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