Fall Maddie McCann: 500 000 Franken mit Maddie verdient

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Fall Maddie McCann500 000 Franken mit Maddie verdient

Die McCanns wurden mit einem miesen Trick um 500 000 Franken geprellt. Nun ist der Täter gefasst.

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Kevin Halligen nutzte das Leid der McCanns aus, um an Bares zu kommen – mit einem sehr billigen, aber effektiven Trick: Er behauptete gegenüber den verzweifelten Eltern der im Mai 2007 verschwundenen Madeleine, Satellitenbilder und Telefonlisten aus jener Nacht liefern zu können. Doch was er bei der Übergabe brachte, waren schlicht und einfach Google-Earth-Bilder.

Halligen kassierte für das unbrauchbare Material 300 000 Pfund (über eine halbe Million Franken) und tauchte anschliessend ab. Die McCanns schalteten die Polizei ein, doch Halligan war unauffindbar.

Verhängnisvolle Hotelrechnung

Am Dienstag konnte der Betrüger endlich festgenommen werden. Wie die britische «Sun» berichtet, sei der Mann in einem Hotel in Oxford verhaftet worden. Als die Polizei sein Zimmer stürmte, stand der Mann mit gepackten Koffern bereit, um seine Flucht fortzusetzen.

Zum Verhängnis war ihm allerdings die offene Hotelrechnung geworden: Halligen hatte zusammen mit seiner Freundin drei Monate unter dem falschen Namen Richard Stratton im «Old Bank» logiert. Dabei hatte sich eine Rechnung von 14 000 Pfund (23 500 Franken) angehäuft, die er nicht begleichen konnte. Die Polizei erkannte Halligen jedoch sofort als den gesuchten Maddie-Betrüger.

Wie die «Sun» weiter schreibt, sei sogar das FBI auf seiner Spur gewesen – wegen einer weiteren Betrügerei um zwei Millionen Franken.

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