Aktualisiert 26.07.2011 15:40

Dürre am Horn von Afrika

500 Millionen für Hungerleidende

Wegen der schlimmsten Hungersnot seit 20 Jahren berät die UNO-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft zurzeit in Rom. Die Weltbank hat bereits versprochen, Gelder für die Soforthilfe zur Verfügung zu stellen.

Die Weltbank will mehr als 500 Millionen Dollar an Hilfen für die von der Dürre betroffenen Regionen am Horn von Afrika bereitstellen. «Die Soforthilfe hat oberste Priorität, und es kommt darauf an, schnell zu handeln, um das menschliche Leid zu verringern», erklärte Weltbankpräsident Robert Zoellick am Montag.

Daneben müsse es aber auch langfristige Lösungen geben. Der Grossteil des Geldes soll deshalb in auf längere Zeit angelegte Projekte investiert werden, während zwölf Millionen Dollar in die Soforthilfe für die vom Hungertod bedrohten Menschen fliessen sollen.

FAO berät die Lage

Von der schlimmsten Hungersnot seit 20 Jahren sind in Somalia, Kenia, Dschibuti, Äthiopien und Uganda insgesamt rund zwölf Millionen Menschen betroffen.

Die UNO-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) kam am Montag zu Beratungen zur Lage in der Region zusammen. Zu Beginn des Treffens in Rom sagte FAO-Leiter Jacques Diouf, die «katastrophale» Dürre verlange «massive und dringende internationale Hilfe». Es gehe darum, Leben zu retten.

Frankreichs Landwirtschaftsminister Bruno Le Maire warnte, der Hunger werde «der Skandal des Jahrhunderts», wenn nicht die notwendigen Massnahmen getroffen würden. Das FAO-Treffen sei «eine Frage von Leben und Tod für zehntausende Menschen».

(sda)

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