Aktualisiert 19.05.2007 12:48

500-Mio-Dollar-Schatz geborgen

Da bekommen Schatzsucher glänzende Augen: 17 Tonnen Gold und Silber wurden aus einem 400 Jahre alten Schiff an einem geheimen Ort im Atlantischen Ozean geborgen.

US-Tiefseeforscher haben aus einem Schiffswrack im Atlantik einen millionenschweren Schatz aus Gold und Silber geborgen. Der Münzfund gelte als der grösste, der jemals in einem Schiffswrack entdeckt wurde, hiess es.

Wie das Unternehmen Odyssey Marine Exploration in Tampa (Florida) mitteilte, wurden mehr als 500 000 Silbermünzen mit einem Gewicht von über 17 Tonnen, hunderte Goldmünzen sowie Kunstschätze gehoben. Nach Angaben des Unternehmens ist der Schatz mittlerweile an einen sicheren Ort in den USA gebracht worden.

Nach einer ersten Expertenschätzung hat jede Silbermünze - abhängig von ihrem Zustand - einen Verkaufswert von mehreren hundert bis zu 4000 Dollar, teilte Odyssey weiter mit. Daraus ergibt sich ein Gesamtwert von mehreren hundert Millionen Dollar.

Wrack aus der Kolonialzeit

Wo der Reichtum die ganze Zeit über schlummerte, darüber schwieg sich die auf Unterwasser-Schatzsuche spezialisierte Firma aus. Enthüllt wurde nur, dass es sich um ein Wrack aus der Kolonialzeit handelt.

Es liege in internationalen Gewässern auf Grund und man gehe nicht davon aus, dass irgendein Land Anspruch auf den Fund erheben könne, teilte Odyssey mit.

Da Forschungen darauf hinwiesen, dass in der Region eine Reihe von Schiffen aus derselben Zeitspanne verloren gegangen seien, habe das Wrack bisher nicht identifiziert werden können. Aus diesem Grund habe man ihm einen vorläufigen Namen gegeben: «Black Swan» - schwarzer Schwan.

Die Firma hatte im vergangenen Jahr einen Antrag auf die Schatzsuche in einem Wrack vor England gestellt. Möglicherweise wurden die Forscher des Unternehmens also hier fündig. Odyssey kündigte weitere Expeditionen zu dem Wrack an, um die Identität zu klären - und möglicherweise noch mehr Reichtümer zu entdecken. Das sei nicht auszuschliessen, hiess es in der Mitteilung am Freitag.

Zurzeit freuen sich die Finder aber erst einmal über den guten Zustand der Münzen. Es sei eine angenehme Überraschung gewesen, wie gut die Silbertaler erhalten geblieben seien, schildert Odyssey. Und die Goldmünzen funkelten beinahe so, als wären sie brandneu.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.