Pilotversuch in Stadt Zürich - 500 Personen sollen monatliches Grundeinkommen erhalten
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Pilotversuch in Stadt Zürich500 Personen sollen monatliches Grundeinkommen erhalten

Eine Initiative fordert, dass 500 Stadtzürcherinnen und Stadtzürcher als Teil eines wissenschaftlichen Pilotversuchs ein monatliches Grundeinkommen erhalten.

von
Lynn Sachs
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500 Stadtzürcherinnen und Stadtzürcher sollen ein monatliches Grundeinkommen erhalten, wenn es nach der Initiative geht.

500 Stadtzürcherinnen und Stadtzürcher sollen ein monatliches Grundeinkommen erhalten, wenn es nach der Initiative geht.

20min/Stevan Bukvic
Wie hoch der Betrag ist, ist nicht definiert. Für die Kosten soll die Stadt aufkommen.

Wie hoch der Betrag ist, ist nicht definiert. Für die Kosten soll die Stadt aufkommen.

20min/Matthias Spicher

Darum gehts

  • Die Initiative «Wissenschaftlicher Pilotversuch Grundeinkommen» wird am Montag eingereicht.

  • Sie fordert, dass 500 Personen während drei Jahren ein bedingungsloses Grundeinkommen erhalten.

Ideen für ein sogenanntes Grundeinkommen gibt es in der Schweiz immer wieder. Zuletzt wurde 2016 eine Initiative zum bedingungslosen Grundeinkommen mit über 75 Prozent klar abgelehnt. In der Stadt Zürich hatte die Vorlage jedoch viele Befürworterinnen und Befürworter. In den Stadtkreisen 4 und 5 wurde die Initiative sogar mit 54,7 Prozent bejaht.

Nun soll es in der Stadt Zürich einen neuen Anlauf geben. Die Initiative «Wissenschaftlicher Pilotversuch Grundeinkommen» wird am Montag eingereicht. Das Initiativkomitee hat in den vergangenen sechs Monaten über 4000 Unterschriften gesammelt. Die Vorlage will, dass mindestens 500 Stadtzürcherinnen und Stadtzürcher während drei Jahren ein monatliches Grundeinkommen erhalten. Die genaue Höhe ist im Initiativtext nicht festgelegt. Der Betrag wäre vom früheren Lohn des Teilnehmenden abhängig, dürfte das Existenzminimum jedoch nicht unterschreiten, schreibt der «Tages-Anzeiger» in einem Artikel. Der Versuch soll durch Hochschulen begleitet werden. Für die Kosten würde die Stadt aufkommen.

«Die Zeit ist reif, das Grundeinkommen weiterzubringen: von der vermeintlichen Utopie zu wissenschaftlichen Fakten», sagt Lara Can, Mitglied des Initiativkomitees, zu der Zeitung. Die Initiative findet parteiübergreifenden Zuspruch von Vertreterinnen und Vertretern der SP, GLP und der FDP. Der Stadtrat hat sich hingegen kürzlich gegen ein Grundeinkommen ausgesprochen: «Ein bedingungsloses Grundeinkommen wäre auch unter den veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht zweckmässig», schrieb er als Antwort auf eine Online-Petition.

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