Zeitungsinserat: 5000 Franken Finderlohn für gestohlene Pässe
Aktualisiert

Zeitungsinserat5000 Franken Finderlohn für gestohlene Pässe

Zwei Turkmenen suchen in der Westschweiz per Annonce ihre gestohlenen Pässe. Der Finderlohn beträgt 5000 Franken. Die Polizei bezeichnet das Vorgehen als «ungewöhnlich».

von
Samuel Hufschmid / Henri Della Casa
Ein Diebstahl mit Folgen: Ohne ihre Reisepässe sitzen die beiden Turkmenen in Genf fest

Ein Diebstahl mit Folgen: Ohne ihre Reisepässe sitzen die beiden Turkmenen in Genf fest

Zwei Turkmenen sind in einem Zug in der Westschweiz bestohlen worden. Nun versuchen sie ihr Glück mit Zeitungsinseraten: Um die gestohlene Tasche zurückzubekommen, bieten sie 5000 Franken. «Bisher hat sich leider noch niemand gemeldet», sagt einer der Bestohlenen. In der Tasche befanden sich neben den Reisepässen auch zwei Computer mit Geschäftsunterlagen.

Zum Diebstahl war es am 23. März auf der Strecke zwischen Vevey und Montreux gekommen. Eine Mitreisende hat den Dieb nach Angaben der Opfer identifiziert. Dennoch sei es der Polizei noch nicht gelungen, den Fall aufzuklären.

Ohne Pässe keine Weiterreise

Bei den Bestohlenen handelt es sich um einen Mann und eine Frau aus Turkmenistan, die in der Erdölbranche tätig sind. Ohne Pässe können die beiden ihre Geschäftsreise nicht fortsetzen und stecken in Genf fest.

Laut eines Mitarbeiters der turkmenischen Botschaft gestaltet sich das Ausstellen von Ersatzpässen schwierig. «Die beiden müssten in ihr Heimatland zurückkehren, um neue Pässe zu erhalten», so der Botschaftsangestellte.

Die Genfer Polizei wusste vom Vorgehen der beiden Turkmenen nichts. Zeitungsinserate bei Diebstählen seien eher ungewöhnlich.

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