Nächste Branche leidet – 5000 gesunde Schweine getötet, weil es zu wenige Schlachter gibt
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Nächste Branche leidet5000 gesunde Schweine getötet, weil es zu wenige Schlachter gibt

Nachdem bereits die Transportbranche in Grossbritannien wegen des Brexit gelitten hat, trifft es nun die Fleischerbranche. Jetzt hat die Regierung reagiert.

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In Grossbritannien gibt es zu wenige Schlachter. Somit droht gesunden Schweinen der Tod. 

In Grossbritannien gibt es zu wenige Schlachter. Somit droht gesunden Schweinen der Tod.

Getty Images
Fleischer gehen bereits auf die Strasse und fordern Unterstützung von der Regierung. 

Fleischer gehen bereits auf die Strasse und fordern Unterstützung von der Regierung.

Christoph Meyer/dpa
Die Probleme sind auf den Brexit zurückzuführen. Grund: Die strengen Brexit-Einwanderungsregeln lassen es nicht zu, dass Fachkräfte aus der EU einfach ins Land kommen. 

Die Probleme sind auf den Brexit zurückzuführen. Grund: Die strengen Brexit-Einwanderungsregeln lassen es nicht zu, dass Fachkräfte aus der EU einfach ins Land kommen.

Britta Pedersen/zb/dpa

Darum gehts

  • Eine weitere Branche in Grossbritannien bekommt den Brexit hart zu spüren.

  • Britische Schweinebauern warnen, dass rund 120’000 gesunde Tiere auf den Höfen getötet werden müssen.

  • Ein Grund für den Schlachtermangel ist, dass die strengen Brexit-Einwanderungsregeln den Zuzug von Fachkräften aus der EU hemmen.

Der Brexit hat weiterhin verheerende Auswirkungen auf den britischen Arbeitsmarkt. Hunderte Schlachter aus dem Ausland sollen den Schweinestau auf britischen Bauernhöfen lindern. Bis Jahresende können sich bis zu 800 Fachkräfte für vorübergehende Arbeitsvisa bewerben, wie die Regierung in London in der Nacht zum Freitag mitteilte. Sie dürfen dann bis zu sechs Monate im Land bleiben. Zuvor hatte die Regierung bereits eine ähnliche Regelung für maximal 5500 Arbeiter für die geflügelverarbeitende Industrie angekündigt.

Britische Schweinebauern warnen, dass rund 120’000 gesunde Tiere auf den Höfen getötet und in den Müll geworfen werden müssten, wenn sich die Situation nicht entspannt. Den Schlachthöfen fehlt es an Beschäftigten, die Höfe haben nicht genügend Platz. Demnach wurden bereits 5000 Schweine notgeschlachtet. Nicht wegen Krankheit, sondern weil der Platz auf den Bauernhöfen schlicht nicht ausreicht, wie die «Welt» schreibt.

Ein Grund für den Schlachtermangel ist, dass die strengen Brexit-Einwanderungsregeln den Zuzug von Fachkräften aus der EU hemmen. Das wirkt sich auch auf andere Branchen aus, vor allem Lastwagenfahrer sind rar.

Regierung fordert von Schweinefleischbranche bessere Ausbildung

Die Regierung will nun zudem eine Schlachtabgabe aussetzen sowie zusätzliche Unterbringungsmöglichkeiten für schlachtreife Schweine fördern. Zugleich betonte die Regierung, sie erwarte, dass die Schweinefleischbranche bessere Ausbildung und Karrierechancen sowie Gehaltserhöhungen biete, um mehr einheimische Arbeitskräfte anzulocken.

«Temporäre Visa sind keine langfristige Lösung, und Unternehmen müssen langfristig in die einheimischen Arbeitskräfte des Vereinigten Königreichs investieren, um eine hochbezahlte und hochqualifizierte Wirtschaft aufzubauen, anstatt sich auf ausländische Arbeitskräfte zu verlassen», hiess es.

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(dpa/fos)

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