Katastrophen-Reduktion: 5000 Wetterstationen für Afrika
Aktualisiert

Katastrophen-Reduktion5000 Wetterstationen für Afrika

Der frühere UNO-Generalsekretär Kofi Annan hat in Genf eine Initiative gestartet, um Naturkatastrophen in Afrika besser vorherzusehen und damit deren Auswirkungen zu verringern. In den kommenden Jahren sollen 5000 Wetterstationen eingerichtet werden.

«Die ärmsten Bewohner des Planeten sind den Auswirkungen des Klimawandels am stärksten ausgesetzt», erläuterte Annan am Donnerstag beim Start der Initiative «Meteo-Informationen für alle» anlässlich der zweiten Weltkonferenz über Katastrophenreduktion, die noch bis am Freitag dauert.

Die ersten 19 Wetterstationen wurden bereits in der Region des Viktoriasees in Tansania, Kenia und Uganda eingerichtet. An dem Projekt beteiligen sich das Humanitäre Weltforum, die Weltorganisation für Meteorologie (WMO), die IT-Unternehmen Ericsson (Schweden) und Zain (Kuwait) sowie das meteorologische Institut der Columbia Universität (USA).

Die täglichen Wettervorhersagen werden auf die Mobiltelefone der Benutzer übertragen. Durch eine Innovation ist das Projekt leichter realisierbar: Die Wetterbeobachtungsstation wird auf die Antennen für die Mobilkommunikation installiert.

Zurzeit gibt es weniger als 300 Wetterstationen in Afrika. Das ist achtmal weniger als die WMO empfiehlt, während Europa und Nordamerika über Tausende solcher Stationen verfügen.

Mehr als 70 Prozent der Afrikaner leben von der Landwirtschaft. Einer Studie des Humanitären Forums zufolge verursacht der Klimawandel in Afrika durch Dürren und Überschwemmungen nicht nur jedes Jahr Tausende Todesfälle, sondern auch wirtschaftliche Verluste in der Höhe von 25 Milliarden Dollar.

(sda)

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