Eklat in der CL-Quali: 50’000 Franken Busse für «Putin»-Rufe während Fussballspiel

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Eklat in der CL-Quali50’000 Franken Busse für «Putin»-Rufe während Fussballspiel

Beim Spiel Fenerbahce Istanbul gegen Dynamo Kiew in der CL-Quali skandierten Heim-Fans den Namen von Wladimir Putin. Die Uefa bestraft den türkischen Verein mit einer Geldbusse, zusätzlich befindet sich der Verein für die nächsten zwei Jahre auf Bewährung.

Beim Spiel Fenerbahce Istanbul gegen Dynamo Kiew skandierten Fener-Fans immer wieder den Namen von Wladimir Putin.

Darum gehts

  • Beim CL-Quali-Spiel zwischen Fenerbahce Istanbul und Dynamo Kiew skandierten nach einem Tor der Ukrainer Fenerbahce-Fans «Wladimir Putin».

  • Nun wird Fenerbahce von der Uefa mit einer Geldbusse von 50’000 Franken belegt.

  • Zusätzlich wird eine Aussperrung von 5000 Fans folgen, sollte Fenerbahce in den nächsten zwei Jahren gegen die Bewährungsauflagen verstossen.

Nach «Wladimir Putin»-Rufen durch Fans von Fenerbahce Istanbul beim Spiel gegen den ukrainischen Topclub Dynamo Kiew hat die Uefa den türkischen Club bestraft. Fenerbahce muss 50’000 Franken Geldbusse zahlen und wurde zu einer Teil-Aussperrung seiner Fans auf Bewährung verurteilt, wie die Europäische Fussball-Union am Freitag mitteilte.

Sollte Fenerbahce in den nächsten zwei Jahren gegen die Auflagen verstossen, müssen beim nächsten Heimspiel in einem europäischen Wettbewerb mindestens 5000 Plätze leer bleiben. Die Uefa begründete die Sanktion damit, dass Fans der Türken Objekte geworfen und Beleidigendes gerufen hätten.

Der Club distanziert sich vom Verhalten der Fans

Zahlreiche Fenerbahce-Anhänger hatten in der zweiten Halbzeit der Partie der zweiten Champions-League-Qualifikationsrunde in Istanbul den Namen des russischen Präsidenten skandiert. Witalij Bujalskyj (57. Minute) hatte Kiew in Führung gebracht, anschliessend gab es die «Wladimir Putin»-Rufe von der Tribüne. Der Vorfall wurde auch in den sozialen Medien breit diskutiert. Viele Fenerbahce-Fans äusserten ihr Bedauern über das Verhalten der Anhänger im Stadion.

Fenerbahce distanzierte sich vom Verhalten der Fans und betonte, dass dies «unseren Club nicht repräsentiert und der institutionellen Haltung unseres Clubs nicht entspricht.» Der Club sei der erste gewesen, der den Krieg von Anfang an verurteilt habe, hiess es weiter.

Vereinspräsident verzichtet auf Entschuldigung

Clubchef Ali Koc verurteilte zwar das Verhalten der Fans, lehnte eine Entschuldigung bei den Ukrainern aber ab. «Meiner Meinung nach waren es unangebrachte, unnötige Rufe. Sie waren weit entfernt von der Identität und den Werten von Fenerbahce. Aber was sollen wir machen, den Menschen den Mund mit einem Reissverschluss verschliessen?», sagte Koc nach Angaben der Sportzeitung «Fanatik».

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(DPA)

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