Aktualisiert 19.06.2019 10:56

Neuer Hitzerekord53,9 Grad – so heiss war es noch nie

Es wird heisser und heisser. In Kuwait wurden beinahe 54 Grad Celsius gemessen.

von
doz
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Auf der Erde gibt es einen neuen Hitzerekord. In Kuwait wurden beinahe 54 Grad Celsius gemessen.

Auf der Erde gibt es einen neuen Hitzerekord. In Kuwait wurden beinahe 54 Grad Celsius gemessen.

World Meteorological Organization
Das ist ein Hitzerekord.

Das ist ein Hitzerekord.

Julian Stratenschulte
Genau waren es 53,9 Grad Celsius.

Genau waren es 53,9 Grad Celsius.

AP/Gustavo Ferrari

Die Weltwetterorganisation hat einen neuen Hitzerekord verzeichnet. Gemessen wurde dieser bereits am 21. Juli 2016 in Mitribah in Kuwait. Damals war es 53,9 Grad Celsius heiss – das ist der heisseste Wert seit Beginn der offiziellen Aufzeichnungen vor 76 Jahren. Diesen Wert bestätigte die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) nun.

Ähnlich heiss wurde es am 28. Mai 2017 in Turbat, Pakistan. Damals wurde es 53,7 Grad Celsius heiss. Die WMO bestätigte, dass diese Werte mit einer nur sehr geringen Fehlertoleranz gemessen wurden und es sich somit um Hitzerekorde handelt.

Alte Rekorde zählen nicht

Schon früher wurden Rekorde mit höheren Temperaturen gemessen. So beispielsweise am 10. Juli 1953 im Death Valley in Kalifornien. Damals wurden 56,7 Grad gemessen. Ebenfalls heiss wurde es im tunesischen Kebili, wo 1931 55 Grad gemessen wurden. Diese älteren Daten gelten bei Experten heutzutage aber nicht als einwandfrei und werden daher nicht zu den Hitzerekorden gezählt.

Auch sonst wurden auf der Erde bereits höhere Temperaturen gemessen. Bei diesen handelte es sich aber stets um Bodentemperaturen, während die Hitzerekorde bei Lufttemperatur gemessen werden. So wurde beispielsweise 1915 die Bodentemperatur im Death Valley auf 71,5 Grad Celsius gemessen. Die Lufttemperatur betrug dabei aber nur 42,5 Grad Celsius, wie die Nasa bekannt gab.

Die neuen Messungen helfen laut WMO-Experte Randall Cerveny dabei, detaillierte Analysen von Wetterextremen durchzuführen und liefern ebenfalls solide Grundlagen für Studien zur Zuordnung von Extremen zum Klimawandel.

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