Tötungsdelikt in Lengnau BE – 53-Jähriger wegen vorsätzlicher Tötung angeklagt
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Tötungsdelikt in Lengnau BE53-Jähriger wegen vorsätzlicher Tötung angeklagt

Im November 2020 war es in Lengnau BE zu einer tödlichen Gewalttat gekommen. Nun hat die Staatsanwaltschaft einen 53-jährigen Nigerianer angeklagt.

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In diesem Wohnhaus in Lengnau wurde im November 2020 die Leiche eines Mannes gefunden.

In diesem Wohnhaus in Lengnau wurde im November 2020 die Leiche eines Mannes gefunden.

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Das Opfer starb durch Gewalteinwirkung.

Das Opfer starb durch Gewalteinwirkung.

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Tags darauf wurde in Biel ein Verdächtiger festgenommen. Es kam zum Dienstwaffen-Einsatz.

Tags darauf wurde in Biel ein Verdächtiger festgenommen. Es kam zum Dienstwaffen-Einsatz.

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Darum gehts

  • In einer Wohnung in Lengnau war am 11. November 2020 die Leiche eines 38-jährigen Mannes entdeckt worden. Er starb infolge Gewalteinwirkung.

  • Nun hat die Staatsanwaltschaft einen 53-jährigen Nigerianer angeklagt.

  • Er wird sich wegen vorsätzlicher Tötung vor Gericht verantworten müssen.

In einem Wohnhaus in Lengnau BE wurde am 11. November 2020 die Leiche eines 38-jährigen Schweizers gefunden worden, der Opfer eines Gewaltdeliktes geworden war. Tags darauf nahm die Polizei in Biel einen Verdächtigen fest.

Jetzt hat die Regionale Staatsanwaltschaft Berner Jura-Seeland Anklage gegen den Beschuldigten, einen heute 53-jährigen Nigerianer, erhoben. Der Mann wird sich insbesondere wegen vorsätzlicher Tötung vor dem Regionalgericht Berner Jura-Seeland zu verantworten haben, wie einer Medienmitteilung der Staatsanwaltschaft zu entnehmen ist. Der Gerichtstermin steht noch nicht fest.

Der Angeklagte wird beschuldigt, am 9. November 2020 mit dem damals 38-jährigen Schweizer aus dem Kanton Bern zuerst in einen verbalen Streit geraten zu sein und ihm bei einer folgenden tätlichen Auseinandersetzung mittels Körpergewalt und einem Messer schwere Verletzungen zugefügt zu haben. Das Opfer starb in der Folge und wurde erst am 11. November 2020 in der Wohnung aufgefunden.

Zweiter Mann aus U-Haft entlassen

Die Ermittlungen führten schliesslich am 12. November 2020 zur Festnahme des Beschuldigten in Biel. Dieser war mit einem Messer bewaffnet, worauf es zu einem Dienstwaffeneinsatz kam. Er befindet sich seither in Untersuchungshaft respektive seit dem 28. Juli 2021 im vorzeitigen Strafvollzug. Ihm wird zudem vorgeworfen, nach der Auseinandersetzung mit dem Auto des Opfers zu dessen Wohnung gefahren und dort Geld und Betäubungsmittel behändigt zu haben, wie die Staatsanwaltschaft weiter schreibt.

Ein zweiter angehaltener Mann, der im Verdacht stand, in die Ereignisse involviert gewesen zu sein, wurde
im März 2021 aus der Untersuchungshaft entlassen. Das Verfahren wegen vorsätzlicher Tötung gegen ihn wurde eingestellt. Er wird sich jedoch in einem separaten Verfahren wegen Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz zu verantworten haben.

Bist du oder ist jemand, den du kennst, von sexualisierter, häuslicher, psychischer oder anderer Gewalt betroffen?

Hier findest du Hilfe:

Polizei nach Kanton

Beratungsstellen der Opferhilfe Schweiz

Lilli.ch, Onlineberatung für Jugendliche

Frauenhäuser in der Schweiz und Liechtenstein

Zwüschehalt, Schutzhäuser für Männer

Agredis, Gewaltberatung von Mann zu Mann, Tel. 078 744 88 88

LGBT+ Helpline, Tel. 0800 133 133

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

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(sul)

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