55,7% – Volk sagt Ja zum Polizei- und Justizzentrum
Aktualisiert

55,7% – Volk sagt Ja zum Polizei- und Justizzentrum

Das neue Polizei- und Justizzentrum PJZ im Kreis 4 kann gebaut werden. Das Stimmvolk hat gestern der Vorlage mit einem Ja-Anteil von 55,7 Prozent zugestimmt.

Mit dem Ja zum Gesetz für das PJZ ist die Grundlage geschaffen für einen Neubau auf dem Areal des ehemaligen SBB-Güterbahnhofs in Aussersihl. In diesem werden die zentralen Abteilungen der Kantonspolizei und der Strafverfolgungsbehörden sowie Polizei- und Bezirksgefängnis untergebracht. 490 Millionen Franken soll der Komplex kosten, an dem rund 30 Standorte von Polizei und Justiz unter einem Dach zusammengefasst werden.

«Ich schätze dieses klare Ja. Es zeigt, dass das Grundvertrauen des Volks in die Kantonspolizei da ist», so Polizeidirektorin Rita Fuhrer. Sie habe sich speziell des grossen Geldbetrages wegen doch Sorgen gemacht um die Zustimmung dieser umstrittenen Vorlage. Denn für die Gegner war der Preis eindeutig zu hoch «für einen derart überrissenen Justizpalast». «Es ist bedauerlich, dass auf der einen Seite schmerzliche Sparpakete geschnürt werden, auf der anderen Seite aber so viel Steuergeld in Beton verwandelt wird», so Martin Bäumle, Kantonsrat der Grünen. Nun müsse aber möglichst rasch das freie Kasernenareal Realität werden. Der Bau des PJZ soll in Etappen in den nächsten 15 bis 20 Jahren erfolgen.

Daniel Zumoberhaus

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