Aktualisiert 15.12.2010 12:18

XXL-Burger55-Kilo-Frau verdrückt 2-Kilo-Burger

Rund 364 Personen versuchten sich bisher erfolglos am 2,2 Kilo schweren XXL-Burger im Restaurant Waffenplatz in St. Gallen. Bis Clementine Eyenga kam.

von
Pascal Brotzer
Clementine Eyenga vor dem XXL-Burger, den sie als erste komplett verdrückt hat.

Clementine Eyenga vor dem XXL-Burger, den sie als erste komplett verdrückt hat.

«Als ich den Burger vor mir hatte, dachte ich nur: Dieses Monster schaffe ich nie im Leben», erzählt die gebürtige Kamerunerin Clementine Eyenga. Denn auf ihrem Teller türmte sich am Samstag ein wahrer Berg an Essen: Neben dem 2,2 Kilo schweren Burger (1 Kilo reines Fleisch) musste sie noch 250 Gramm Pommes-Frites verdrücken. Das Gericht für grosse Mägen wird seit zwei Jahren im Restaurant Waffenplatz in St. Gallen Winkeln serviert. Wer den Burger in einer Stunde aufisst, bekommt ihn geschenkt - und erhält ein Preisgeld von 100 Franken.

Der Unverschlingbare

Seit dem Bestehen der Wette wagten sich 364 Vielfrasse an den Megaburger. Und alle scheiterten kläglich. «Es waren eigentlich durchs Band nur Männer mit ordentlich Speck auf den Hüften», sagt Wirt Guido Albrecht. Auf Eyenga hätte er nicht gewettet. Anders ihr Freund Muhammed. «Ich wollte den Burger gar nicht bestellen, doch er versprach mir eine neue Handtasche, wenn ich ihn esse», meint Eyenga. Nach nur 45 Minuten und etlichen ungläubigen Blicken der anderen Gäste hatte die nur 1,70 grosse und 55 Kilo leichte Clementine Eyenga den Burger und die Fritten verdrückt. «Ich bin richtig stolz auf mich. Das ist das erste mal, dass ich etwas gewinne», freut sich Eyenga.

Der Trick

Obwohl man es ihr nicht ansieht, ist die 26-Jährige eine leidenschaftliche Esserin. «Zum Frühstück esse ich sechs Spiegeleier und zwei Baguettes.» Probleme, ihre Linie zu halten, habe sie deswegen aber nicht. Doch trotz ihrem grossen Appetit und Magen konnte auch sie den Riesenburger nicht ohne spezielle Taktik angehen. «Ich ass zuerst nur den Boden des Brotes mit dem Fleisch. Den Deckel tunkte ich dann in Wasser, damit es besser runterflutscht», so Eyenga. Die Pommes Frites ass sie dann ganz zum Schluss.

Die Nachwehen

«Der erste Drittel schmeckte mir noch, doch dann wurde es immer schlimmer und am Schluss brachte ich das Zeugs fast nicht mehr runter.» Doch Nachwirkungen des üppigen Mahls hatte sie keine. Im Gegenteil: «Als wir zu Hause waren, probierte ich noch von den Spareribs, die mein Freund einpacken liess, weil es ihm zu viel war.»

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