Repräsentative Umfrage: 5G-Netzausbau spaltet die Bevölkerung
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Repräsentative Umfrage5G-Netzausbau spaltet die Bevölkerung

Das Thema 5G polarisiert, wie eine Umfrage zeigt. 42,5 Prozent der Bevölkerung befürworten einen raschen Ausbau, fast gleich viele sind dagegen.

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Umstrittene Modernisierung: Eine 5G-Funkantenne. (Archivbild)

Umstrittene Modernisierung: Eine 5G-Funkantenne. (Archivbild)

20min/Sonja Mulitze
42 Prozent sind für einen schnellen Ausbau des 5G-Netzes, fast gleich viele dagegen.

42 Prozent sind für einen schnellen Ausbau des 5G-Netzes, fast gleich viele dagegen.

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Die adaptiven Antennen fokussieren die Strahlung dorthin, wo sich das verbundene Telefon befindet.

Die adaptiven Antennen fokussieren die Strahlung dorthin, wo sich das verbundene Telefon befindet.

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Darum gehts

  • Der Bundesrat will möglichst bald 7500 5G-Antennen aufstellen.

  • Das spaltet die Schweizer Bevölkerung.

  • 42 Prozent sind für den schnellen Ausbau, knapp gleich viele dagegen.

Der Bundesrat will vorwärts machen: Er strebt einen raschen Ausbau des Mobilfunknetzes mit dem Standard der fünften Generation an. Dazu sollen 7500 adaptive Antennen aufgestellt werden, wie der Bundesrat in seinem Bericht im April 2022 festgehalten hat. Diese Antennen fokussieren die Strahlung dorthin, wo sich das Mobiltelefon befindet, was die Strahlenbelastung in ihrer Umgebung tiefer ausfallen lässt als bei konventionellen Antennen.

42,5 Prozent der Schweizer Bevölkerung unterstützen gemäss einer Umfrage des Onlinevergleichsdienstes Comparis die Offensive des Bundesrates. Aber fast gleich viele, nämlich 41,7 Prozent, lehnen sie ab. Dabei wissen 88,5 Prozent der befragten Erwachsenen, dass 5G ein Mobilfunkstandard und kein Telekom-Abo, soziales Netzwerk oder Medikament ist.

Kritische Frauen

Wenn es ums Tempo des Ausbaus geht, gibt es bei den Geschlechtern deutliche Unterschiede. Knapp 30 Prozent der Frauen gegenüber 55 Prozent der Männern befürworten einen raschen Netzausbau. Gut 20 Prozent der Frauen machten dazu keine Angaben, bei den Männern sind es elf Prozent.

«Frauen sind weniger technikbegeistert als Männer und haben eher Bedenken gegenüber einem raschen Netzausbau. Da in der Schweiz das Mobilfunknetz hervorragend ausgebaut ist, sehen sie weniger Handlungsbedarf. Männer hingegen lassen sich von den künftigen Möglichkeiten der 5G-Technologie begeistern», erklärt Comparis-Digitalexperte Jean-Claude Frick.

Junge setzen auf 5G

Gut ein Drittel der Befragten hat laut Comparis bereits ein 5G-Abo. In der Gruppe der 18- bis 35-Jährigen ist der neue Mobilfunkstandard am stärksten verbreitet: Bei den Jungen haben bereits 41,1 Prozent ein 5G-Abo. 

«Abos mit schnellem Internet und unbegrenztem Datenvolumen sind für jüngere Mobilfunknutzer wichtig, dort ist 5G oft bereits dabei. Je stärker das Smartphone genutzt wird, umso wichtiger wird eine schnelle, stabile 5G-Verbindung», kommentiert der Comparis-Digitalexperte.

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(chk)

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