Rorschacherberg SG: 6-Jähriger findet volle Spritze auf Schulweg
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Rorschacherberg SG6-Jähriger findet volle Spritze auf Schulweg

Ein Sechsjähriger brachte am Dienstag seiner Grossmutter eine volle Spritze, die er auf dem Heimweg gefunden hatte. Die Familie warnt nun auf Facebook.

von
gts

Vlada de Carvalho zeigt, wo sein Sohn die Spritze fand. (Video: gts)

«Auf dem Schulweg um Wildenstein liegen Spritzen herum, aufgezogen mit einer weissen Flüssigkeit und Nadel», warnt Vlada de Carvalho in einem Post auf Facebook. Sein sechsjähriger Sohn hatte am Dienstag in Rorschacherberg SG die Spritze auf dem Schulweg aufgelesen und sich damit womöglich verletzt. Diese sei mit einer weissen Flüssigkeit aufgezogen gewesen. «Mein Sohn zeigte sie stolz der Oma», so de Carvalho. Der Bub habe sie wohl aus Neugierde mitgenommen.

De Carvalho handelte sofort: «Ich habe die Polizei und den Arzt angerufen. Im Spital wurde unser Sohn komplett durchgecheckt.» Der Drogentest fiel negativ aus. In einem Monat werde der Bub noch einmal untersucht. Die Spritze wurde an die Gerichtsmedizin weitergereicht, wo sie noch untersucht wird.

Ob die Spritze für Drogen oder Medikamente genutzt wurde, ist noch nicht klar. De Carvalho mutmasst: «Es könnte sich dabei um Insulin, Cortison aber auch um Betäubungsmittel handeln, die lebensbedrohlich für ein Kind sein können.» Er sei den Mitarbeitern des Spitals sehr dankbar, dass so schnell geholfen wurde.

Informationen und Kontrollen

Nachdem die Wildenstein-Schule davon erfahren hatte, wurden entsprechende Massnahmen in die Wege geleitet: «Wir haben sofort den Schulleiter und die Lehrpersonen informiert, die dann den Kindern nochmals gesagt haben, wie sie sich in solchen Fällen zu verhalten haben», sagt Schulpräsident Markus Fässler. Das Bauamt kontrolliere nun jeden Morgen vor Schulbeginn die Wege. Die Securitas-Patrouillen, die das Schulgelände bewachen, wurden ebenfalls darauf hingewiesen, besonders auf solche Dinge zu achten.

Auch die Polizei nimmt das Thema sehr ernst. Beamte seien am Mittwochmorgen mit dem Sechsjährigen den Weg abgegangen und hätten nach weiteren Spritzen gesucht. «Spritzen finden sich hin und wieder bei Spielplätzen oder ähnlichen Orten, wo die Personen ungestört sein können», so Gian Andrea Rezzoli, Pressesprecher der Kantonspolizei.

De Carvalho appelliert auch an die Eltern: «Bitte klärt eure Kinder auf und sensibilisiert sie auf dieses Thema.»

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