GEO-Tag der Natur: 60 Forscher suchen nach Tier- und Pflanzenarten
Publiziert

GEO-Tag der Natur60 Forscher suchen nach Tier- und Pflanzenarten

Im Kanton Uri findet am Sonntag eine grosse Feldforschungsaktion statt. Über 60 Forscher und zahlreiche Freiwillige suchen nach Tier- und Pflanzenarten.

von
sw
1 / 6
Dutzende von Forschern suchen am 1. Juli von frühmorgens bis spätabends den Urnerboden nach möglichst vielen Tier- und Pflanzenarten ab. Sie tun dies im Rahmen des internationalen GEO-Tags der Natur.

Dutzende von Forschern suchen am 1. Juli von frühmorgens bis spätabends den Urnerboden nach möglichst vielen Tier- und Pflanzenarten ab. Sie tun dies im Rahmen des internationalen GEO-Tags der Natur.

Michael Dipner
Am 1. Juli beteiligt sich erstmals der Kanton Uri zusammen mit vielen Sponsoren und Natur-Organisationen an dieser Bestandsaufnahme im Marathon-Stil. Als Forschungsobjekt wurde der Urnerboden auserkoren.

Am 1. Juli beteiligt sich erstmals der Kanton Uri zusammen mit vielen Sponsoren und Natur-Organisationen an dieser Bestandsaufnahme im Marathon-Stil. Als Forschungsobjekt wurde der Urnerboden auserkoren.

Kathrin Schulthess
Die Kenner von Spinnen, Flechten, Säugetieren, Vögeln, Pilzen, Quell Lebensräumen, Moosen, Gefässpflanzen, Schmetterlingen und Libellen erwarten spannende Funde.

Die Kenner von Spinnen, Flechten, Säugetieren, Vögeln, Pilzen, Quell Lebensräumen, Moosen, Gefässpflanzen, Schmetterlingen und Libellen erwarten spannende Funde.

Kathrin Schulthess

100, 500 oder gar 1000? Diese Frage stellen sich über 60 Forscherinnen und Forscher, wenn sie von frühmorgens bis spätabends den Urnerboden nach möglichst vielen Tier- und Pflanzenarten absuchen. Sie tun dies im Rahmen des internationalen GEO-Tags der Natur, der sich heuer zum 20. Mal jährt. Die Bevölkerung ist herzlich eingeladen, den Arten-Detektiven über die Schultern zu schauen und Erstaunliches über die Natur zu erfahren.

Der GEO-Tag der Natur sei die wohl imposanteste Feldforschungsaktion Europas, wie Oekoskop in einer Mitteilung schreibt. In verschiedenen Gegenden wird von zig freiwilligen Experten stichprobenweise die biologische Vielfalt erhoben, ausgezählt und sichtbar gemacht: eine Art Grossfahndung im Dienste der Natur. Mit dieser Aktion solle das Bewusstsein für die Biodiversität in unseren Breiten geweckt werden. «Nur was wir kennen und verstehen, werden wir auch achten und schützen», sagen die Initianten.

Sei auch du dabei

Am 1. Juli beteiligt sich erstmals auch der Kanton Uri zusammen mit vielen Sponsoren und Natur-Organisationen an dieser

Marathon-Bestandesaufnahme. Als Forschungsobjekt wurde mit Unterstützung der Korporation Uri und der Alpgenossen der Urnerboden auserkoren, der mit einem Reichtum an Lebensräumen aufwarten kann.

Alle Besucher des GEO-Tages sind laut Oekoskop herzlich willkommen. Lediglich eine gute Portion Neugier sei mitzubringen. Die Kenner von Spinnen, Flechten, Säugetieren, Vögeln, Pilzen, Quell-Lebensräumen, Moosen, Gefässpflanzen, Schmetterlingen und Libellen erwarten spannende Funde.

Viele der 45'000 bis 65'000 in der Schweiz vermuteten Arten sind akut bedroht und bereits im Begriff auszusterben, bevor man

überhaupt richtig über sie Bescheid weiss. «Zu wenige Menschen beschäftigen sich mit der biologischen Vielfalt. Es mangelt an Kennern, die erfassen, was wo vorkommt und wie sich die Bestände entwickeln», schreibt Oekoskop.

Zentralschweiz-Push

Wenn Sie in der 20-Minuten-App auf Ihrem Smartphone die Benachrichtigungen des Zentralschweiz-Kanals abonnieren, werden Sie regelmässig über Breaking News aus Ihrer Region informiert. Hier können Sie den Zentralschweiz-Push von 20 Minuten abonnieren. (funktioniert in der App)

Deine Meinung