Aktualisiert 29.04.2008 10:19

60 Kilo Fleisch pro Schweizer

Die Schweizer Bevölkerung hat 2007 mehr Fleisch gegessen als im Vorjahr. Der Pro-Kopf-Konsum stieg dank der gestiegenen Beliebtheit von Geflügel um 1,2 Prozent auf 60,24 Kilogramm Fleisch. Die Bilanz für das bisherige Jahr ist eher mager.

Im vergangenen Jahr wurden mit rund 465.000 Tonnen gut zwei Prozent mehr Fleisch verkauftwie der Schweizer Fleisch-Fachverband (SFF) am Dienstag bekannt gab. Die Fleischbranche profitierte dabei von der um rund 70.000 Personen angestiegenen Wohnbevölkerung, wie SFF-Direktor Balz Horber an einer Medienkonferenz sagte. Der Pro-Kopf-Konsum stieg um 1,2 Prozent auf 60,24 Kilogramm. Stark angezogen habe vor allem der Konsum von Geflügelfleisch. Er nahm um 16,3 Prozent auf 9,6 Kilogramm pro Kopf zu. Der in den beiden Vorjahren gestiegene Verkauf von Rind- und Schweinefleisch habe aber sein Wachstum 2007 nicht fortsetzen können.

Sorgen bereitet den Betrieben der Fleischverarbeitung die im Verhältnis zur Nachfrage gegenwärtig knappe Inlandproduktion. Der Anteil der Inlandproduktion am Verbrauch liegt beim Rindfleisch bei 87 und beim Schweinefleisch bei 95 Prozent. Die Beschaffung von ergänzenden Einfuhren werde jedoch schwieriger, teurer und sei auch infolge der bestehenden Handelshemmnisse nicht besonders attraktiv.

Laut dem SFF ist eine gewisse Flaute im Fleischkonsum zum Jahresbeginn normal. Diese habe dieses Jahr aber länger als üblich angehalten. Viele Unternehmen meldeten im Vergleich zu den ersten Monaten des Vorjahres einen Umsatzrückstand. Grund dafür dürften der kalt-nasse Frühling und der späte Beginn der Grillsaison sei. Mit etwas Wetterglück rechnet die Branche aber damit, dass das gute Vorjahr mindestens egalisiert wird. Dazu werde auch die Fussball-Europameisterschaft einen Beitrag leisten. (dapd)

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