60 Kilometer Stau – Bon Jovi verursachten Verkehrskollaps
Aktualisiert

60 Kilometer Stau – Bon Jovi verursachten Verkehrskollaps

Viele Konzertbesucher kamen zu spät zu Bon Jovi: Auf der A1 brach der Verkehr zusammen. Zeitweise standen die Autos auf 60 Kilometern – vom Wankdorf bis nach Rothrist.

«Wir hörten nur noch die drei letzten Zugaben von Bon Jovi – und dabei habe ich 135 Franken fürs Ticket ausgegeben», nervt sich Kerstin Gutbrod (34).

Sie brauchte geschlagene fünf Stunden, um mit dem Auto von Zürich nach Bern zu fahren. «Es herrschte das reine Verkehrschaos auf dieser Strecke.» Das bestätigt Heinz Pfeuti von der Kapo Bern: «Es kam zu massiven Rückstaus – die Fahrzeuge standen zeitweise bis nach Rothrist.» Das bedeutet satte 60 Kilometer Kolonne.

Die Gründe für den Stau liegen wohl nicht einzig beim Konzert: Der gesperrte Gotthard, Baustellen und das Testspiel der Fussballnati

in Genf haben zur Überlastung beigetragen. Doch Thomas Jauch von der Stapo Bern stellt klar: «Es sind viel zu viele Konzertbesucher mit dem Auto angereist.» Die Parkplätze beim Wankdorf seien bald voll gewesen – viele hätten darauf das Auto wild abgestellt und eine Parkbusse riskiert.

Prekär wird die Situation auch im Hinblick auf das Robbie-Williams-Konzert vom kommenden August: Dann werden wohl noch mehr Menschen auf Bern einstürmen. Jauch: «Wir können nichts anders machen – die Leute müssen einfach mit den ÖV kommen.»

Andrea Abbühl

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