Wegen Wintersturm Arwen – 60 Konzertbesucher seit Freitag in Pub eingeschneit – aber es hat noch Bier
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Wegen Wintersturm Arwen60 Konzertbesucher seit Freitag in Pub eingeschneit – aber es hat noch Bier

Sie kamen am Freitag für ein Konzert und müssen immer noch ausharren: Weil Sturm Arwen das Pub Tan Hill Inn im britischen Yorkshire komplett eingeschneit hat, sitzen rund 60 Gäste nach einem Konzert am Freitag fest.

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Kein Fortkommen möglich: Die Autos der Besucherinnen und Besucher sind eingeschneit, die Zufahrtsstrasse gesperrt.

Kein Fortkommen möglich: Die Autos der Besucherinnen und Besucher sind eingeschneit, die Zufahrtsstrasse gesperrt.

Instagram/thetanhillinn_
«Wir können den Schneepflug sehen, müssen ihn aber erst erreichen», schreiben die Betreiber zu diesem Bild.

«Wir können den Schneepflug sehen, müssen ihn aber erst erreichen», schreiben die Betreiber zu diesem Bild.

Facebook/ The Tan Hill Inn
Die Gäste mussten für die Nacht zusammenrücken.

Die Gäste mussten für die Nacht zusammenrücken.

Facebook/ The Tan Hill Inn

Darum gehts

  • Sturm Arwen hat die britische Insel heimgesucht: Es gab drei Todesopfer zu beklagen, zehntausende Haushalte waren ohne Strom.

  • In einem Pub in Yorkshire sind seit Freitag noch 60 Gäste eingeschneit.

  • Sie machten es sich dort aber mit Bier und Spielen gemütlich – und rückten zum Schlafen zusammen.

Wegen Sturm und Schnee haben Besucher eines Konzerts zwei Nächte in einem eingeschneiten britischen Pub ausgeharrt. Die Gäste waren nach dem Auftritt einer Oasis-Cover-Band am Freitagabend im Tan Hill Inn in dem nordenglischen Nationalpark Yorkshire Dales gestrandet, wie die BBC am Sonntag berichtete. Der Sturm Arwen hatte auch in anderen Landesteilen Grossbritanniens für Verkehrschaos gesorgt und den Strom in vielen Haushalten ausfallen lassen.

Insgesamt 61 Pub-Gäste mussten daher – teils in provisorischen Schlaflagern – nicht nur eine, sondern sogar zwei Nächte in dem Gasthaus verbringen. Auch die Bandmitglieder sind betroffen. Zwei Drittel der Besucherinnen und Besucher hatten zwar ohnehin eine Übernachtung dort gebucht, müssen nun aber weiter ausharren. Am Samstagmorgen war rund um den in 528 Meter Höhe gelegenem Pub – nach eigenen Angaben dem höchstgelegenen des Landes – fast ein Meter Schnee gefallen, so dass die umliegenden Strassen auch nach Abklingen des Sturms blockiert blieben. Noch am Sonntag war unklar, wann die Gäste den Ort verlassen können würden. Gegen Abend sah es jedenfalls nach einer dritten Nacht für die Gäste aus.

Managerin Nicola Townsend erzählte, ihr Team bemühe sich, die Leute bei Laune zu halten. «Ich wollte gestern einen Wettbewerb für den bestangezogenen Schneemann ausrufen, aber es war so kalt und der Wind so stark, dass das nicht geklappt hat.» Die Gäste blieben dem BBC-Bericht zufolge dennoch guter Dinge und vertrieben sich die Zeit unter anderem mit einem Quiz oder Brettspielen. Es sei noch «jede Menge Bier da», sagte der Pub-Besucher Martin Overton dem Sender.

Ein Besucher hat offenbar sogar seine Liebe kennengelernt.

Alarmstufe rot wegen Arwen

Bereits am Samstag hatten die Behörden wegen des heftigen Sturms «Arwen» eine Warnung der ungewöhnlichen Alarmstufe rot herausgegeben. Der Wintersturm forderte drei Todesopfer, liess in zehntausenden Haushalten den Strom ausfallen und unzählige Autos auf den schneebedeckten Strassen feststecken.

«Die Menschen sollten den Küsten fernbleiben, da durch Flutwellen Lebensgefahr besteht», warnte die Behörde. Das Tief brachte Windgeschwindigkeiten von knapp 160 Stundenkilometern mit sich.

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(DPA/AFP/trx)

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