Mitten in Zürich: 60 Minuten lang in einem U-Boot gefangen
Aktualisiert

Mitten in Zürich60 Minuten lang in einem U-Boot gefangen

Beim Zürcher Hauptbahnhof ist ein U-Boot aus dem Zweiten Weltkrieg gesunken: So gaukelt es ein neuer Escape Room vor. Eine Stunde haben die Spieler Zeit, darin ein Rätsel zu lösen.

von
jen/ced

Zwei Redaktoren haben sich der Aufgabe gestellt. (Video: ced/jen)

Die Zeit tickt: 60 Minuten haben die Spieler Zeit, sich durch ein U-Boot zu kämpfen, Schlüssel zu suchen und Rätsel zu lösen, um eine Nachricht zu entschlüsseln und somit den Zweiten Weltkrieg zu wenden. So lautet die Aufgabe, die im neuen Escape Room an der Löwenstrasse 67 in Zürich gelöst werden muss. Initiiert, gebaut und gestaltet wurde der Raum durch drei junge Freunde: Gründer Roland Arato (23), Fabian Lehner (27) und Mathis Woesthoff (25).

«Ich habe in Budapest, wo ich aufgewachsen bin, rund 30 Escape Rooms absolviert», sagt Arato, der sein Hobby in der Schweiz weiterführen wollte. «Kein Raum, den ich besucht habe, war aber wirklich gut gemacht.» Deshalb entschied sich der Student, einen eigenen Escape Room mit seinen Freunden zu lancieren.

Escape Room im Test

Und diesen wollte 20 Minuten testen. In einer Einführung wurde den Redaktoren erklärt, welche Geschichte hinter der Aufgabe steckt: Ein U-Boot ist in Seenot geraten, die Crew hat es verlassen und dort eine Enigma-Maschine und Codes zurückgelassen. Diese müssen nun gefunden werden, um den Zweiten Weltkrieg zu beenden.

Der Weg zum Ziel führt durch ein U-Boot, das in verschiedene Räume aufgeteilt ist — inklusiv Kajüte und Funkkabine. Auch die Gegenstände erinnern an ein U-Boot aus dem Zweiten Weltkrieg: Da hat es verstaubte Taucherbrillen, antike Schreibmaschinen, echte Funkgeräte und ein Periskop, durch das man eine Projektion von anderen auf dem Meer treibenden Schiffen sieht.

«Wir müssen aufgeben»

Doch das Lösen der Aufgabe erwies sich als nicht ganz so einfach: Die Rätsel sind knifflig, die Schlüssel, die den Zutritt zu den verschiedenen Räumen gewähren, schwer zu finden – und die Zeit knapp. Drei Minuten vor Schluss mussten sich die Redaktoren eingestehen: Wir müssen aufgeben.

«Wir wissen, dass die Aufgabe nicht einfach ist, aber das macht das Spiel spannend», sagt Arato. Und: Wenn jemand wirklich Hilfe benötigen würde, stehen die Mitarbeiter via Gegensprechanlage bereit.

Offiziell eröffnet werden die Panic Room Games am 1. Dezember. Ein Eintritt für zwei Personen kostet 100 Franken, einer für fünf Personen 155 Franken. Mehr unter www.panicroomgames.ch

Deine Meinung