Aktualisiert 13.11.2019 22:29

Unwetter in Österreich

600 Patienten sitzen nach Schneesturm fest

Teile Österreichs versinken im Schnee. Durch den Schneefall musste die Zufahrt zu einem Spital in der Steiermark gesperrt werden. 600 Patienten sind eingeschlossen.

von
kle
1 / 7
In Teilen Österreichs haben am 13. November 2019 heftige Schneefälle für schwere Verkehrsstörungen gesorgt.

In Teilen Österreichs haben am 13. November 2019 heftige Schneefälle für schwere Verkehrsstörungen gesorgt.

Expa/lukas Huter
Christian Gurschler konnte im Dorf Martell in Südtirol eine Lawine auf Video festhalten.

Christian Gurschler konnte im Dorf Martell in Südtirol eine Lawine auf Video festhalten.

privat
In Südtirol habe es in der Nacht auf Mittwoch 40 bis 50 Zentimeter geschneit, meldete die italienische Nachrichtenagentur Ansa.

In Südtirol habe es in der Nacht auf Mittwoch 40 bis 50 Zentimeter geschneit, meldete die italienische Nachrichtenagentur Ansa.

Expa/lukas Huter

Bis zu einem Meter Schnee gab es bis Mittwochabend in den Alpen. Im Hochpustertal waren es 70 Zentimeter und das Lesachtal war zeitweise von der Aussenwelt abgeschnitten.

Besonders vom heftigen Schneefall betroffen war das Spital Stolzalpe im Oberen Murtal in der Steiermark. Wie die österreichischen Nachrichtenagentur APA berichtet, warbereits am Mittwochmorgen die Zu- und Abfahrt zum Spital gesperrt worden.

Ambulante Patienten, die davor eingetroffen waren, mussten im Spital ausharren. Insgesamt seien 600 Patienten eingeschlossen. Auch die Angestellten mussten nach Dienstschluss im Gebäude bleiben, da sie nicht nach Hause konnten. Die steirische Krankenanstaltengesellschaft versicherte, dass genug Vorräte und Kapazität zur Verfügung stehen.

Schlechte Prognosen für die kommenden Tagen

Die Schneemengen waren so gross, dass Bäume unter der Last knickten, die Schulen geschlossen blieben und regional der Strom ausfiel. Zwischenzeitlich waren 4000 Haushalte ohne Strom.

Zwar sind die Schneefälle abgeklungen, doch das nächste Unwettertief bringt Regen und orkanartige Böen, wie Heute berichtet. In der Nacht auf Freitag wird laut den Wetterexperten von Ubimet ein Föhnsturm mit Böen bis zu 130 Stundenkilometern über Österreich pfeifen. Dazu kommen heftige Regenfälle auf den zentimeterhohen Schnee – bis zu 100 Liter pro Quadratmeter innerhalb von 24 Stunden.

Die Folge: Massive Gefahr von Lawinenabgängen und Überschwemmungen. Nur der Osten Österreichs soll verschont bleiben. Erste Böen und Regenschauer werden sich bereits am späten Donnerstagnachmittag bemerkbar machen. Entspannung wird auch das Wochenende keine bringen. Regnerisch wird es beinahe in ganz Österreich sein, besonders stark am Sonntag. Schnee fällt zudem wiederum bis auf 1000 Meter herab.

Fehler gefunden?Jetzt melden.