VETA: 615 Rinder wegen Seuche geschlachtet
Aktualisiert

VETA615 Rinder wegen Seuche geschlachtet

615 Rinder sind im vergangenen Jahr im Kanton Zürich wegen der Infektionskrankheit Bovine Virus-Diarrhoe (BVD) geschlachtet worden.

Vor der Sömmerung der Tiere im Frühjahr suchte das VETA 896 Betriebe auf und im Herbst alle 2257 Rindviehhaltungen des Kantons, wie dem am Mittwoch veröffentlichten Jahresbericht des VETA für das 2008 zu entnehmen ist. Die Rate von 0,68 Prozent infizierter Tiere entsprach den Prognosen, heisst es weiter.

Das Programm zur Ausrottung der Seuche läuft schweizweit seit Anfang 2008. Die Tierseuche ist für den Menschen ungefährlich. Infizierte Tiere wachsen aber schlecht und haben Fruchtbarkeitsstörungen und Aborte.

Auch Findeltiermeldestelle

Keinen Fall gab es im Kanton Zürich bei einer anderen Tierseuche: der Blauzungenkrankheit. Ab Juni wurden über 80 Prozent der Rinder, Schafe und Ziegen geimpft, das sind mehr als 90 000 Tiere.

Bei den zu bekämpfenden Seuchen dominierten wie in den Vorjahren die Salmonellosen. Betroffen waren Rinder, Hunde, Katzen, Vögel, Reptilien, Affen und Meerschweinchen. Die Sauerbrut - eine bakterielle Erkrankung der Bienen - stieg 2008 weiter an. So waren im vergangenen Jahr 68 Bestände betroffen, im Vorjahr waren es erst 48.

Dem VETA ist seit 2005 auch die kantonale Findeltiermeldestelle angegliedert. Aufgrund von 1320 Fundmeldungen konnten 377 entlaufene Haustiere an ihre Halterinnen und Halter zurückgegeben werden. 800 wurden zur Neuplatzierung freigegeben.

(sda)

Deine Meinung