64 Genfer Polizisten wegen Demo bestraft
Aktualisiert

64 Genfer Polizisten wegen Demo bestraft

Erstmals sind in Genf Polizisten bestraft worden, weil sie uniformiert an einer Demonstration teilnahmen.

Die Massnahmen gegen die 64 Beamten wurden mit dem Einverständnis des Genfer Justizdepartements verhängt.

Die Sanktionen seien vor einigen Tagen ausgesprochen worden, bestätigte Polizeisprecher Eric Grandjean am Mittwoch eine Meldung der Zeitung «Tribune de Genève». Die bestraften Ordnungshüter waren am 13. Januar uniformiert in einem Demonstrationszug des Staatspersonals mitgezogen. Sie verstiessen damit gegen die Dienstvorschriften.

Jene Ordnungshüter, die in Zivil an der Demonstration teilnahmen, machten sich keiner Verstösse schuldig. Grandjean machte zur Art der verhängten Sanktionen keine Angaben. Diese können von einer Verwarnung bis zur Einstellung im Dienst reichen.

An der Manifestation vom Januar nahmen gegen 700 der insgesamt 1200 Genfer Polizisten teil. Einige nutzten neben den Uniformen auch Dienstfahrzeuge und Blaulichter für die Kundgebung. Damit missachteten sie Weisungen des Justizdepartements.

Schon 2003 hatten Polizisten in Uniform demonstriert, kamen aber ungeschoren davon. Und die Beamten, die 2003 anlässlich der Telekommunikationsmesse Telecom den Verkehr behindert hatten, kamen mit einer Ermahnung davon.

(sda)

Deine Meinung