64 Tote bei Gefechten und Anschlag in Sri Lanka
Aktualisiert

64 Tote bei Gefechten und Anschlag in Sri Lanka

Bei Gefechten zwischen Regierungsgruppen und Rebellen sowie einem Bombenanschlag sind am Montag in Sri Lanka mindestens 64 Menschen getötet worden.

Allein 18 Soldaten kamen bei der Explosion einer am Strassenrand versteckten Bombe ums Leben, die in unmittelbarer Nähe eines Militärlastwagens gezündet wurde. Der Anschlag ereignete sich nach Angaben der Streitkräfte in Kantale im nordöstlichen Bezirk Trincomalee.

Heftige Gefechte zwischen Regierungstruppen und Rebellen kosteten weiteren 46 Menschen auf beiden Seiten das Leben. Die Streitkräfte erklärten, man habe die Rebellen mit Artillerie und aus der Luft angegriffen. Dabei seien im Nordosten des Landes 35 Aufständische getötet worden, auf der Halbinsel Jaffna vier weitere. Sieben Soldaten hätten die Kämpfe nicht überlebt. Ein Rebellenführer erklärte, die 2002 vereinbarte Waffenruhe sei damit am Ende.

Der Rebellenführer Puratchi von den Befreiungstigern von Tamil Eelam (LTTE) sagte, die Regierungstruppen hätten auf Jaffna versucht, auf das Territorium der Rebellen vorzudringen. Das komme einer Kriegserklärung gleich. Nach der Vereinbarung von 2002 müssen die Regierung und die Rebellen um Erlaubnis bitten, wenn sie Gebiete der anderen Seite betreten wollen. «Darum ist der Waffenstillstand für uns null und nichtig», sagte Puratchi, der nach eigenen Angaben für die LTTE sprach. Andere Rebellenführer bestätigten seine Aussage zunächst nicht. (dapd)

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