65 Millionen Amerikaner machten 19-jährige Mutter zum Popstar
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65 Millionen Amerikaner machten 19-jährige Mutter zum Popstar

Mit den Stimmen von rund 65 Millionen Fernsehzuschauern ist eine 19-jährige allein erziehende Mutter, die ihr Publikum mit Pop- und Gospelsongs begeisterte, zum amerikanischen «Superstar» des Jahres geworden.

«Diesen Preis widme ich meiner Tochter Zion», sagte Fantasia Barrino unter Tränen, nachdem sie in der Nacht zum Donnerstag beim TV-Sender Fox als «American Idol» gekürt wurde.

«American Idol» ist das Gegenstück zum RTL-Wettbewerb «Deutschland sucht den Superstar». Im Gegensatz zur Entwicklung in den USA erlebte «DSDS» in Deutschland während der zweiten Staffel, die im März endete, einen Rückschlag, denn das hiesige Finale sahen nur wenig mehr als vier Millionen Zuschauer. 2003 fieberten noch mehr als zehn Millionen Menschen bei der Entscheidung vor den Bildschirmen mit.

Die Afroamerikanerin Barrino hatte sich in dem vier Monate andauernden «Idol»-Wettbewerb gegen nahezu 70 000 andere Bewerber durchgesetzt. Mit 65 Millionen abgegeben Stimmen hat sich die Talente-Show in den USA als so populär wie nie zuvor erwiesen. Im vergangenen Jahr hatten sich 24 Millionen Amerikaner daran beteiligt.

Barrino, die aus dem Bundesstaat North Carolina kommt, siegte mit einem Vorsprung von 1,3 Millionen Stimmen gegen die 16-jährige Diana DeGarmo aus Georgia. Die Gewinnerin bekommt neben dem Titel «American Idol» einen Schallplattenvertrag. Sie kann zudem mit Werbeverträgen in Millionenhöhe rechnen.

«Ich wollte schon immer eine erfolgreiche Sängerin sein», sagte Barrino, die über eine reiche, warme Stimme verfügt und unter anderem mit Gershwins «Summertime» bestens ankam. «Doch vor allem habe ich gekämpft, damit ich meiner Tochter das Beste geben kann.» (sda)

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