Aktualisiert 22.12.2007 12:14

67,9 Millionen Dollar Bonus unterm Weihnachtsbaum

Da müssen sich Marcel Ospel und Daniel Vasella nächstes Jahr sputen, wenn sie «branchenübliche Entlöhnung» fordern: 67,9 Millionen Dollar Bonus streicht der Chef der US-Investmentbank Goldman Sachs dieses Jahr ein.

Der Bonus für den 53-jährigen Lloyd Blankfein ist der höchste in der Geschichte der Wall Street-Firmen - trotz der Finanzmarktkrise. Blankfein streicht damit eine Gehaltserhöhung von mehr als 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ein.

Dies geht aus bei der Börsenaufsicht SEC eingereichten Unterlagen der Bank hervor. Der beeindruckende Stundenlohn Blankfeins inklusive Festgehalt: 18 819 Dollar - vorausgesetzt er arbeitet sieben Tage die Woche mindestens 10 Stunden.

Seine Kollegen bei den Wettbewerbern Morgan Stanley und Bear Stearns müssen dagegen in diesem Jahr wegen der Kreditkrise auf ihre Sonderzahlungen verzichten. Zu gross waren die Verluste durch Milliardenabschreibungen.

Goldman Sachs meisterte unter Blankfein die Turbulenzen an den Finanzmärkten weitaus besser als die Konkurrenten und fuhr einen Rekordgewinn ein.

Blankfein erhält seine Jahresprämie zusätzlich zu einem Basislohn von vergleichsweise bescheidenen rund 600 000 Dollar. Vom Bonus selbst erhält der Spitzenbanker 26,8 Mio. Dollar in bar. Die übrigen 41,1 Mio. Dollar bekommt er als Paket aus später einlösbaren Aktien und Optionen. (sda)

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