Aktualisiert

68 Verurteilungen wegen Kinderpornographie

Im Kanton Bern sind im Rahmen der gesamtschweizerischen Aktion Genesis gegen Kinderpornografie 68 Strafen verhängt worden.

Es wurden 14 bedingte Haftstrafen und 54 Bussen zwischen 500 und 8000 Franken verhängt.

Die Dauer der bedingten Haftstrafen bewegt sich zwischen 10 Tagen und 8 Monaten, wie das kantonale Untersuchungsrichteramt am Dienstag mitteilte. In 60 Fällen wurde das Verfahren aufgehoben, weil keine strafbaren Handlungen nachgewiesen werden konnten.

Die vom Bundesamt für Polizei (BAP) koordinierte Aktion gegen Kinderpornografie im Internet richtete sich gegen Personen, die verdächtigt wurden, gegen die Gesetzgebung über den Erwerb, die Beschaffung und den Besitz von verbotener Pornografie, insbesondere mit Kindern, verstossen zu haben.

Die Justizbehörde meldete der kantonalen Erziehungsdirektion einen Fall eines Lehrers, der gebüsst worden ist.

In den meisten Fällen besassen die Angeschuldigten nicht nur Kinderpornografie, sondern auch solche mit Tieren (Sodomie) oder mit Gewalt. Verurteilt wurden ausnahmslos Männer jeden Alters und aus allen sozialen Schichten.

Einige gaben zu, pädosexuell veranlagt zu sein, wie das Untersuchungsrichteramt bilanziert. Andere wollen die Bilder aus reiner Neugier im Internet gesucht und gespeichert haben. Gesamtschweizerisch wurden 1000 Fälle zur Anzeige gebracht.

(sda)

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