Druckindustrie: 69 Stellen bei Swissprinters gerettet
Aktualisiert

Druckindustrie69 Stellen bei Swissprinters gerettet

Gute Nachricht für die Angestellten von Swissprinter in Renens (VD), sie verlieren ihre Stelle nun doch nicht. Allerdings müssen sie eine Lohneinbusse von 15 Prozent hinnehmen.

Der Arbeitskampf hat sich wenigstens für einen Teil der Belegschaft von Swissprinters gelohnt.

Der Arbeitskampf hat sich wenigstens für einen Teil der Belegschaft von Swissprinters gelohnt.

Die Niederlassung des Druckunternehmens Swissprinters im waadtländischen Renens wird nicht geschlossen. Die Aktivitäten der Imprimeries Réunies Lausanne (IRL) sollen von einer neu gegründeten Gesellschaft übernommen werden.

Mindestens 69 Stellen dürften damit gerettet sein, teilte der Waadtländer Staatsrat am Dienstag mit. Das Projekt sichere die Zukunft der Niederlassung, erklärte Staatsrat Philippe Leuba. Das Ergebnis liege damit über den Erwartungen zu Beginn des Prozesses. Die Beschäftigten der neuen Gesellschaft mit dem Namen IRL werden allerdings eine Lohneinbusse von 15 Prozent hinnehmen müssen.

Syndicom zufrieden

Mitte Juli hatte Swissprinters angekündigt, dass ihr Druckbetrieb im Renens geschlossen werde. 126 Angestellte seien davon betroffen. Zum Ausmass des Stellenabbaus wurden damals keine Angaben gemacht.

Syndicom, die Gewerkschaft Medien und Kommunikation, und die Personalkommission der IRL zeigten sich zufrieden. Dieser Entscheid entspreche den Wünschen von Syndicom und des Personals, teilte die Gewerkschaft am Dienstagnachmittag mit.

Noch kein Sozialplan

Noch sei aber unklar, wie die Situation des Personals aussehen werde. So würden die Arbeitsbedingungen in der neuen Gesellschaft noch nicht feststehen. Ausserdem sei noch kein Sozialplan ausgearbeitet für jene Mitarbeiter, die nicht weiterbeschäftigt werden.

In der Deutschschweiz schloss Swissprinters Ende 2011 bereits ihre beiden Rollenoffset-Standorte in St.Gallen und Zürich. Mit 500 Mitarbeitenden ist Swissprinters nach eigenen Angaben das grösste Unternehmen der grafischen Industrie der Schweiz. Es ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Medienhäuser Ringier, NZZ und Tamedia (zu dem auch 20 Minuten Online gehört).

(sda)

Deine Meinung