Aktualisiert 26.02.2010 01:25

Zug7,2 Millionen für Strafanstalt und Bibliothek

Schall- und Sichtschutz an der Strafanstalt Zug werden für 905'000 Franken verbessert. Und die Stadt- und Kantonsbibliothek wird für 6,3 Millionen Franken erweitert. Dies beschloss der Zuger Kantonsrat am Donnerstag in erster Lesung.

Ein Nichteintretensantrag der Alternativ-Grünen Fraktion zur Strafanstalts-Vorlage scheiterte klar. Die baulichen Anpassungen lösten jedoch eine ausführliche Debatte aus, verursacht von der Staatswirtschaftskommission (Stawiko).

Diese kritisierte im Vorfeld, die Regierung berufe sich bloss auf einige Reklamationen aus der Nachbarschaft. Dies wies die Regierung vor einer Woche zurück. Stawiko-Präsident Gregor Kupper (CVP) entschuldigte sich am Donnerstag bei Baudirektor Heinz Tännler (SVP) für die «zu spitz formulierte Kritik».

Der Regierungsrat hatte die Schall- und Sichtschutzmassnahmen damit begründet, die Insassen der Strafanstalt Zug machten vor allem in der Nacht derart viel Lärm, dass sich immer mehr Nachbarn daran störten. Zudem gebe es in der Umgebung aufgrund von Neubauten laufend mehr Anwohner, die direkten Sichtkontakt zu Häftlingen haben.

Das Parlament bewilligte zudem einen Kredit von 6,3 Millionen Franken für den Ausbau des Sockelgeschosses im ehemaligen kantonalen Zeughaus. Darin entsteht jetzt eine Studienbibliothek. Die Stadt Zug beteiligt sich an den Kosten mit 2,2 Millionen Franken. Das Geschäft bedarf ebenfalls einer zweiten Lesung.

(sda)

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