Lukrativ: 7,5 Millionen mit Hanfhandel eingenommen
Aktualisiert

Lukrativ7,5 Millionen mit Hanfhandel eingenommen

Zwei Hanfdealer, die bei der Polizeiaktion Greenfire 2004 erwischt worden waren, standen gestern vor Gericht.

von
Lena Berger

Es sind erstaunliche Zahlen, die gestern vor dem Luzerner Kriminalgericht genannt wurden: Peter F.* und Markus S.* hatten von 1999 bis 2004 Drogenhanf angebaut und über eine Tonne davon verkauft. 7,5 Mio. Franken Umsatz machten sie damit. «Die Gewinnquelle sprudelte derart, dass die Beschuldigten nicht mehr wussten, was sie mit dem Geld anfangen sollten, und sich an einen skrupellosen Finanzexperten wendeten», so der Staatsanwalt an der gestrigen Verhandlung. Dieser habe ein komplexes Geflecht aus Gesellschaften entwickelt, um das Geld zu waschen. So sei eine AG gegründet worden, in die das Drogengeld anonym einbezahlt und als Einnahmen verbucht wurde. Davon habe sich Peter F. einen Informatiker-Lohn von bis zu 30 000 Franken monatlich auszahlen lassen. «Der Treuhänder fingierte zudem geschäftliche Aktivitäten und stellte völlig fiktive Rechnungen, um Geld zu legalisieren», so der Staatsanwalt.

Die Verteidiger bestritten, den Plan, das Geld zu waschen, gemeinsam gefasst zu haben. «Mein Mandant hatte keine Ahnung von Buchhaltung und wusste nicht, was mit dem Geld passierte», so der Anwalt von Markus S. Peter F.s Verteidiger dagegen sagte, sein Mandant habe lediglich investieren wollen. Beide forderten einen Freispruch wegen Geldwäscherei und eine bedingte Freiheitsstrafe von 18 bzw. 19 Monaten wegen Drogenhandel.

Der Staatsanwalt sagte darauf, er bewundere die «kreative Auslegung» der Geldwäschereigesetze. Er fordert unbedingte Freiheitsstrafen von über vier Jahren. Das Urteil steht noch aus.

*Namen geändert

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