Ursachen und Tipps: 7 Dinge, die du über Mundgeruch wissen solltest
Auch Stress kann Mundgeruch verursachen.

Auch Stress kann Mundgeruch verursachen.

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Ursachen und Tipps7 Dinge, die du über Mundgeruch wissen solltest

Haben will ihn niemand – trotzdem ist schlechter Atem für manche von uns Alltag. Wie er entsteht, was ihn schlimmer macht und was dagegen hilft.

von
Gina Buhl

«Warum ist sie jetzt gerade so zurück gezuckt? Hab ich etwa...? Mal in die Hand hauchen. Hm, ich riech nichts. Lieber trotzdem mal ein bisschen auf Abstand gehen. Mist, was, wenn ich wirklich stinke?» Wahrscheinlich kennen einige diese Gedanken während eines Gesprächs, oder?

Rund ein Viertel der Schweizer Bevölkerung leidet unter chronischem Mundgeruch. Der schlechte Atem ist also nicht nur nach dem Knoblibaguette oder der Kaffee-Überdosis da, sondern ständig. Im Alltag kann das zur grossen Belastung werden – für die Betroffenen und ihr Umfeld. Aber wie entsteht Mundgeruch überhaupt? Was hilft? Was nicht? Wir haben mal recherchiert.

So entsteht der üble Geruch

In unserem Mund fühlen sich unzählige Bakterien und andere Mikroorganismen pudelwohl – vor allem zwischen den Zähnen, in Vertiefungen und auf der Zunge setzen sie sich ab. Die Bakterien zersetzen Essensreste und Zellanteile von Mundschleimhaut und Speichel und lassen so Schwefelverbindungen entstehen, die wir an dem fauligen Geruch erkennen.

Ab wann spricht man von Mundgeruch?

Mundgeruch ist nicht gleich Mundgeruch: Riechts beim Ausatmen aus dem Mund schlecht, liegt die Ursache meist innerhalb der Mundhöhle. Wenn die Luft auch beim Ausatmen durch die Nase unangenehm riecht, liegt die Ursache meist ausserhalb der Mundhöhle – also in der Nase, den Nasennebenhöhlen, den Bronchien oder dem Magen – was sehr selten der Fall ist. Tatsächlich kommt der üble Geruch nämlich in 90 Prozent der Fälle aus dem Mund.

So kriegst du raus, ob du es hast

Leider bringt das unauffällige in die Hand Hauchen kaum etwas – den eigenen schlechten Atem riecht man selbst nicht, weil der Mund mit dem Nasenraum verbunden ist. Unser Geruchssinn ist also dauerhaft dem Mundgeruch ausgesetzt, sodass ein Gewöhnungseffekt eintritt. Medizinerinnen und Mediziner nennen das Adaption. Am besten funktioniert also das, was am schwierigsten umzusetzen ist – jemanden zu fragen, dem man vertraut. Wenn du dir das gar nicht vorstellen kannst: Ab in die zahnmedizinische Praxis oder die Mundgeruch-Sprechstunde. Die wissen, was zu tun ist.

Weil Käse viel Eiweiss enthält, sorgt er eher für Mundgeruch.

Weil Käse viel Eiweiss enthält, sorgt er eher für Mundgeruch.

Pexels/Polina Tankilevich

Diese Lebensmittel begünstigen den Geruch

Bestimmte Speisen sind geruchsintensiver als andere, wenn sie im Mund zersetzt oder anschliessend im Magen verdaut werden. Besonders bei zuckerhaltigen Lebensmitteln oder solchen mit viel Eiweiss – Käse und Fleisch zum Beispiel – ist das der Fall. Bei der Verdauung von Proteinen etwa, entsteht als Nebenprodukt Ammoniak, das für einen übel riechenden Atem sorgt.

Auch Stress kann Mundgeruch verursachen

Denkt daran, öfter mal ein bisschen Zen-Time einzulegen: Menschen, die viel Stress haben, leiden nämlich oft an Mundtrockenheit – was die perfekte Voraussetzung für Mundgeruch ist.

Schade: Kaugummi hilft leider nur oberflächlich.

Schade: Kaugummi hilft leider nur oberflächlich.

Pexels/Daria Shevtsova

Das hilft (und das eher nicht)

Reinigung! Wer täglich zweimal Zähne putzt – einmal davon in Kombination mit Zahnseide oder Zahnzwischenraumbürsten – und zusätzlich die Zunge reinigt, hat bereits einen wichtigen Schachzug bei der Mundgeruch-Bekämpfung gemacht. Auch viel Wasser zu trinken, kann helfen, die Bakterien regelmässig raus zu spülen. Von Lebensmitteln wie Schwarztee wird sogar behauptet, dass sie wegen der enthaltenen Polyphenole (sekundäre Pflanzenstoffe) die Bakterienentstehung im Mund hemmen sollen.

Wer glaubt, dass ständiges Kaugummi kauen hilft, müssen wir leider enttäuschen. Das enthaltene Menthol wirkt nämlich nur an der Oberfläche. Auch mit antibakteriellen Mundspülungen solltet ihr vorsichtig sein: Zu häufiges Spülen kann nämlich das Bakterien-Gleichgewicht im Mund durcheinander bringen.

Hast du einen Geheimtipp gegen schlechten Atem? Teile ihn in den Kommentaren mit uns!

Deine Meinung

26 Kommentare
Kommentarfunktion geschlossen

Hans von Tabertwil

14.03.2021, 19:45

Manchmal auch Mundgeruch wenn man verstopft ist und der Gasdruck über die Epiglotis in die Mundhöhle aufsteigt.

N. N.

13.03.2021, 11:51

Ich rieche auch, wenn jemand Karies hat.

neues von der Front.

13.03.2021, 11:42

Die Beamten vom BAG im Tiefschlaf.