Aktualisiert 11.10.2005 19:35

7-Jähriger fand im Wald einen Schädel

Makabrer Fund beim Spielen an einem Sandhügel: Kindern fiel der Kopf eines alten Skeletts die Hände.

Zusammen mit zwei Freunden grub Pascal (7) eine Höhle in einen sandigen Hügel am Waldrand von Wertbühl. Als Pascal einen grossen Stein aus dem Sand zog, passierte es: Ein Unterkiefer mit grossen weissen Zähnen fiel dort in den Sand, wo er den Stein herausgezogen hatte. «Wir sind total erschrocken und sofort heimgerannt», erzählt Pascal.

Die herbeigerufenen Eltern dachten zuerst, die Kinder wollten sie auf den Arm nehmen. «Erst als wir den Totenkopf mit eigenen Augen sahen, alarmierten wir die Polizei», erzählt Mutter Claudia Egger. Die Beamten bargen einen Schädel und einen Oberarm. Das war vor einer Woche.

Nach ersten Erkenntnissen des Instituts für Rechtsmedizin handelt es sich beim Fund um einen Erwachsenen, der sicher mehr als 50 Jahre tot ist. Damit ist der Tod verjährt und die Knochen gelten als historisch. «Das Skelett könnte 500, 1000 oder sogar 2000 Jahre alt sein», meint Hansjörg Brem von der Kantonsarchäologie nach einem ersten Augenschein.

Das sei ohne weitere Fundstücke wie Münzen oder Werkzeuge schwer zu bestimmen. Vielleicht hilft da Pascal ein wenig nach: Er wolle baldmöglichst weitersuchen, sagt der Siebenjährige begeistert.

Annette Hirschberg

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