24.06.2019 14:15

Frauen und Kinder getötet

7 Mal lebenslänglich für Serienmörder auf Zypern

Mit Nikos Metaxas (35) stand der schlimmste Mörder in Zyperns Geschichte vor Gericht. Er wurde nur durch Zufall erwischt.

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Nicos Metaxas hatte im April gestanden, sieben Frauen und zwei Mädchen ermordet zu haben. Nun wurde er zu siebenmal lebenslanger Haft verurteilt.

Nicos Metaxas hatte im April gestanden, sieben Frauen und zwei Mädchen ermordet zu haben. Nun wurde er zu siebenmal lebenslanger Haft verurteilt.

Police Nicosia
In einem Baggersee in Zypern fanden Taucher das 7. Opfer eines Serienmörders.

In einem Baggersee in Zypern fanden Taucher das 7. Opfer eines Serienmörders.

epa/Katia Christodoulou
Die Polizei vermutet, dass es das letzte Opfer ist. Es handelt sich dabei um ein sechsjähriges Mädchen.

Die Polizei vermutet, dass es das letzte Opfer ist. Es handelt sich dabei um ein sechsjähriges Mädchen.

epa/Katia Christodoulou

Ein heftiges Unwetter im April wurde dem Hauptmann der Nationalgarde zum Verhängnis: Der Regen brachte im stillgelegten Schacht einer Mine eine Leiche zum Vorschein. Der Fund der Touristen führte zu umfangreichen Ermittlungen, die bald zu Metaxas führten.

Daraufhin führte der Offizier die Fahnder zu den anderen Orten, wo er seine Opfer – fünf Frauen aus den Philippinen, Rumänien und Nepal sowie zwei deren Töchter (6 und 8) – entsorgt hatte. Die Frauen hatte er zuvor im Internet kontaktiert, die meisten von ihnen waren Hausangestellte. Die Opfer hatte er in Baggerseen und einem Brunnen versenkt.

Zu siebenmal lebenslanger Haft verurteilt

Metaxas hatte die Frauen zwischen September 2016 und Sommer 2018 erwürgt und eine erschlagen. Vor Gericht gestand er gestern alle Taten und entschuldigte sich bei den Angehörigen. «Ich habe abscheuliche Taten verübt», sagte er unter Tränen. «Auf die Frage, warum ich es getan habe, weiss ich keine Antwort.»

Es ist das erste Mal in der zypriotischen Geschichte, dass jemanden wegen sieben Morden anklagt. Gegen die Ermittler waren zuvor schwere Vorwürfe erhoben worden, weil sie sich zuwenig um die Vermisstenfälle gekümmert hatten: Ihnen wurde Rassismus vorgeworfen.

Nach Metaxas' Verhaftung mussten der Polizeichef und der Justizminister ihre Posten räumen. Der zypriotische Präsident gab zu, dass bessere Ermittlungen möglicherweise einzelne Taten verhindert hätten. Metaxas wurde gestern zu siebenmal lebenslanger Haft verurteilt. (20 Minuten)

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