7 Tipps, wie dich Partys & Co. jetzt nicht überfordern
Social-Burnout: Wärst du lieber alleine an deinem Geburri im Bett, als mit Freunden anzustossen?  

Social-Burnout: Wärst du lieber alleine an deinem Geburri im Bett, als mit Freunden anzustossen?

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Plötzlich unter Menschen7 Tipps, wie dich Partys & Co jetzt nicht überfordern

Geburtstagsparty hier, Apéro da: Nach der langen Zeit der Entbehrung ist der Druck momentan gross, wieder rauszugehen und gesellig zu sein. Damit ihr euch dabei nicht übernehmt, haben wir sieben Tipps für euch parat.

von
Geraldine Bidermann

Egal, ob du introvertiert oder extrovertiert bist: Eine erneute Annährung an die Gesellschaft und die sozialen Kontakte kann nach der Zeit der Isolation herausfordernd sein. Wir verraten, was helfen kann.

Social Anxiety

Wenn dir momentan nicht wohl dabei ist, wieder unter Leute zu gehen, obwohl du deine Freundinnen und Freunde vermisst hast, dann bist du nicht alleine. Es ist ein häufiges und verständliches Phänomen, was sich als Social Anxiety beschreiben lässt.

Dass die Anzahl der Menschen mit Social Anxiety während der Corona-Krise extrem gestiegen ist, ist nicht verwunderlich. Auch wenn wir Menschen eigentlich gesellig sind, wurde uns eingetrichtert, während Corona, das eben genau nicht zu sein.

Aus FOMO wird deshalb gerade FOMU: Aus fear of missing out, die Angst, etwas zu verpassen, wird fear of meeting up, die Angst, sich mit jemandem zu verabreden. Kennst du das? Wir wissen, was dagegen hilft.

1. Versetze dich in die richtige Stimmung

Auch wenn du Leute triffst, die du gerne hast: Grössere Treffen und Veranstaltungen können müde machen. Wichtig ist es daher, dich vorher mit Energie aufzuladen, um bereit zu sein für Small Talk und soziale Interaktionen: Gehe joggen, meditiere oder mache eine kleine Siesta, um Kraft zu tanken und dich gut zu fühlen.

2. Geh es langsam an

Bist du oft müde und ausgelaugt? Schaue, dass du deinen Kalender nicht zu sehr überlastet. Anstatt Freitag, Samstag und Sonntag komplett zu verplanen, ist es vielleicht schlauer, vorerst nur für einen gemütlichen Brunch oder eine andere soziale Aktivität pro Wochenende abzumachen.

3. Fokussiere dich aufs Positive

Ein feiner Drink, ein gutes Gespräch, ein Sonnenuntergang – konzentriere dich an Anlässen auf die kleinen Dinge, die dir Freude bereiten. Tauche ein in diese Details, anstatt dich von der ganzen grossen Menge an Eindrücken überfordert zu fühlen.

4. Trink nur Alkohol, wenn du wirklich willst

Bist du traurig, müde, erschöpft? Alkohol kann negative Gefühle verstärken. Frage dich also bevor du einen Drink bestellst, ob du es nur machst, um dir Mut anzutrinken, oder aus dem Versuch, dich irgendwie besser zu fühlen. Alkohol gibt dir vor allem eins: einen Kater. Weiche also lieber auf andere Möglichkeiten aus, um dich langfristig besser zu fühlen.

5. Gib dir Zeit, dich zu erholen

Sich nach einer langen Auszeit wieder im sozialen Umfeld zu bewegen, ist wie Sport: Wenn du dich lange nicht bewegt hast, fällt der Muskelkater nach dem ersten Training umso härter aus. Gönne dir also einen Pausentag nach einem grösseren Anlass, um wieder zu Kräften zu kommen.

6. Setze dir eine Powerhour

Du bist an einen Geschäftsapéro, eine Galerie-Vernissage oder einen Geburtstag vom Freund deiner Mitbewohnerin, den du gar nicht kennst, eingeladen? Wenn dich der Gedanke ermüdet, absagen aber nicht optimal ist, dann nimm dir vor, eine Stunde dort aufzutauchen. Niemand ist dir böse, wenn du dich danach verabschiedest. Vielleicht gefällt es dir ja auch so gut, dass du bleiben willst – umso besser!

7. Akzeptiere Veränderungen

Warst du früher immer die Letzte, die aus dem Club lief und heute erfüllt dich der Gedanke an einen Raum voller schwitzender Menschen mit Panik? Gemäss einer Studie hat die Pandemie viele Leute tief verändert. Sei lieb mit dir und gib dir alle Zeit, die du brauchst. Vielleicht macht es dir mehr Freude, daheim zu malen, ein Buch zu lesen oder mit dem besten Freund Spaghetti zu kochen. Akzeptiere deine Gefühle – die Lust auf Parties kommt so schneller wieder, als wenn du dir Druck machst. Und auch wenn nicht: Das ist völlig ok.
Fühle dich nicht schuldig, jemandem eine ehrliche Absage zu erteilen oder einen Anlass frühzeitig zu verlassen, wenn du dich nicht wohlfühlst. Denke aber daran: Wir Menschen sind Gewohnheitstiere. Wenn du es dir langsam antrainierst, wieder unter Menschen zu gehen, wirst du dich bald wieder an Ansammlungen gewöhnen.

Bist du ein Social Butterfly oder eher scheu, wenn es um Gesellschaft geht? 

Bist du ein Social Butterfly oder eher scheu, wenn es um Gesellschaft geht?

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Wie fühlst du dich zur Zeit? Hast du Lust, wieder Leute zu treffen? Erzähle uns davon im Kommentarfeld.

Hast du oder hat jemand, den du kennst, eine psychische Erkrankung?

Hier findest du Hilfe:

Pro Mente Sana, Tel. 0848 800 858

Kinderseele Schweiz, Beratung für psychisch belastete Eltern und ihre Angehörigen

Verein Postpartale Depression, Tel. 044 720 25 55

Angehörige.ch, Beratung und Anlaufstellen

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

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