Aktualisiert 26.01.2019 11:57

Flugunglück im Aostatal7 Tote, Schweizerin ausser Lebensgefahr

In den italienischen Alpen ist es am Freitag zu einem tödlichen Unfall gekommen. Ein Kleinflugzeug kollidierte in der Luft mit einem Helikopter.

von
fur/kat

Ein Kleinflugzeug kollidiert in der Luft mit einem Helikopter. (Video: AFP)

Nach dem Zusammenstoss eines Kleinflugzeugs und eines Helikopters über dem Rutor-Gletscher im norditalienischen Skigebiet La Thuile im Aostatal sind am Samstag zwei weitere Todesopfer gefunden worden. Die Zahl der Toten erhöhte sich damit auf sieben.

Bei den tot geborgenen Vermissten dürfte es sich um zwei Franzosen handeln, der sich an Bord des Leichtflugzeuges des Typs Jodel D140 befand, berichteten italienische Medien. Behörden bestätigten inzwischen, dass es sich bei den drei bisher nicht identifizierten Todesopfern um deutsche Staatsangehörige handelt.

Verletzte Schweizerin

Auch ein italienischer Helikopter-Pilot und ein deutscher Bergführer, der im Aostatal lebte, sind unter den Todesopfern. Bei den zwei Verletzten handelt es sich um den französischen Piloten des Kleinflugzeuges und eine Schweizerin. Ihr Zustand sei aufgrund mehrerer Frakturen kritisch, aber nicht lebensgefährlich, teilten die Ärzte mit.

Das Kleinflugzeug war aus dem Wintersportort Megeve im französischen Haute Savoie mit drei Franzosen an Bord abgeflogen, ohne einen Flugplan angegeben zu haben. Der Helikopter hätte - offenbar im Auftrag eines privaten Dienstleisters aus Courmayeur - seine sechs Passagiere zum Heliskiing in die Berge fliegen sollen.

Die italienische Luftfahrtbehörde und die Staatsanwaltschaft von Aosta leiteten eine Untersuchung zum Unglück ein. Das Kleinflugzeug war laut Medienangaben bereits 2014 bei der Landung auf dem Flugplatz von Megeve in einen Unfall verwickelt gewesen.

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«Wenn der Monte Rosa und Gressoney zu einem Bezugspunkt in der Welt des Ski Freeride geworden sind, ist dies der Verdienst seiner enormen Arbeit als Bergführer und Unternehmer. Wir werden dich vermissen», schrieb eine Bekannte auf Facebook über den Chef des Heliski-Unternehmens.

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Auch der 53-jährige Pilot kam beim Unglück am Rutor-Gletscher ums Leben.

Auch der 53-jährige Pilot kam beim Unglück am Rutor-Gletscher ums Leben.

Die Heliski-Firma bietet seit 1995 Touren an und bezeichnet sich als führender Anbieter in den Alpen. Das Unternehmen besitzt zudem eine eigene Service-Firma für Helikopter

Die Heliski-Firma bietet seit 1995 Touren an und bezeichnet sich als führender Anbieter in den Alpen. Das Unternehmen besitzt zudem eine eigene Service-Firma für Helikopter

(fur/kat/sda)

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