Konzentration steigern – 7 Tipps, wie du besser lernen kannst
Fokus, Fokus, Fokus: Wir verraten dir Konzentrations-Tipps. 

Fokus, Fokus, Fokus: Wir verraten dir Konzentrations-Tipps.

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Publiziert

Bleib Dran!7 einfache Tipps für mehr Konzentration und Durchhaltewillen

Heute beginnt das neue Semester. Wir verraten, wie du dich besser auf den Stoff einlassen kannst – ganz ohne Ablenkung.

von
Geraldine Bidermann

Du sitzt am Schreibtisch und versuchst zum hundertsten Mal, einen Text durchzulesen. Deine Freundin fragt dich per WhatsApp, ob du morgen Zeit für Kafi hast, auf Instagram siehst du, dass in der Nähe ein WG-Zimmer frei wird und beim Nachschlagen eines Wortes landest du plötzlich auf Youtube. Wie wird eigentlich das Wetter morgen? Solltest du vielleicht doch eher an der Arbeit im anderen Fach schreiben, anstatt für die Prüfung in zwei Wochen zu lernen? Ups, schon wieder 30 Minuten vorbei, ohne richtig gelernt zu haben. Das kannst du besser! Mit den folgenden Tipps schaffst du ideale Umstände für konzentriertes Arbeiten.

1. Mache dir einen groben Zeitplan

Du stehst vor einem Berg Arbeit und jede Woche kommen gefühlt hundert neue Aufgaben dazu? Skizziere dir einen Masterplan mit Hilfe einer Agenda. Der Zeitplan hilft dir, alle Aufgaben im Blick zu behalten und deine Zeit entsprechend einzuteilen. Am besten zeichnest du deine Planung schriftlich auf. Das laufende Semester definiert dafür den grossen Rahmen. Zu Beginn des Semesters solltest du folgende Dinge festhalten:

  • Fixe Termine für Prüfungen bzw. Prüfungswochen

  • Abgabetermine für grössere Arbeiten und Projekte

  • Termine für Vorträge

Wenn du weisst, wann welche Termine anstehen und wie viel Zeit du in die entsprechenden Aufgaben stecken musst, kannst du dein Semester strukturiert durchplanen. Du hast im Blick, welche Prüfungen und Lernphasen sich überschneiden und kannst abschätzen, wie früh du entsprechend mit dem Lernen beginnen solltest. Das hilft dir, deine wertvolle Lernzeit fokussierter und strukturierter anzugehen – und deine Freizeit richtig geniessen zu können.

2. Räume deinen Schreibtisch auf

Suche dir einen Platz daheim oder auch auswärts in der Bibliothek, an dem du ungestört bist. Dein Arbeitsplatz sollte unbedingt über genügend Licht verfügen, am besten ist Tageslicht. Wenn du lieber abends lernst, ist gutes Lampenlicht essentiell. Entferne alles, das dich ablenken könnte, vom Tisch. Dazu gehört auch das Smartphone. Umdrehen reicht nicht; lege es in eine Schublade oder in die Tasche und stelle es auf lautlos. Informiere deine WG oder Familie, dass du jetzt Ruhe brauchst, und dass ihr euch zum Beispiel um 12:00 zum Mittagessen in der Küche treffen könnt.

Ein gut aufgeräumter Schreibtisch ist die halbe Miete für besseren Fokus. 

Ein gut aufgeräumter Schreibtisch ist die halbe Miete für besseren Fokus.

Kampus Production / Pexels

3. Lerne in Pomodoro-Sprints

Du hast den ganzen Tag fürs Lernen reserviert? Kein Mensch schafft es, über mehrere Stunden gleich fokussiert zu sein. Die sogenannte Pomodoro-Technik teilt deinen Fokus in 25-minütige konzentrierte Phasen ein, auf denen fünf Minuten Pause folgen. Wenn du vier solche Blocks absolviert hast, also zwei Stunden vorbei sind, gibt es eine 30-minütige Pause.

25 Minuten fokussiertes Arbeiten – danach gibt es 5 Minuten Pause: So funktioniert die Pomodoro-Methode. 

25 Minuten fokussiertes Arbeiten – danach gibt es 5 Minuten Pause: So funktioniert die Pomodoro-Methode.

Monstera / Pexels

Warum 25 Minuten? Diese Zeit ist gemäss dem Erfinder Francesco Cirillo lange genug, um etwas zu erledigen, aber auch kurz genug, um dich als Aufschieberin oder Aufschieber nicht schon vom Gedanken daran überfordert oder abgestossen zu fühlen.

4. Priorisiere Pausen

Gerade anfangs fällt es schwer, die Pause nach 25 Minuten einzuhalten. Bist du mitten im Text oder kurz vor Durchbruch bei einer schwierigen Formel? In solchen Situationen ist es hilfreich, sich vor Augen zu halten, dass eine regelmässige Pause nötig ist, um geistig länger frisch zu bleiben. Halte ein Papier bereit und mach dir ein paar Notizen, wo du gerade stehst, damit du weisst, wo du später weiterarbeiten musst. In den Pausen ist es am besten, sich zu bewegen, an die frische Luft zu gehen, ein paar Yoga-Übungen gegen Verspannungen zu machen oder auch kurz (!) das Handy zu checken, damit du danach wieder Seelenfrieden hast. Ein Timer hilft hier.

Stretchen, durchatmen, Sonnenlicht tanken: Eine aktive Pause schenkt neue Energie. 

Stretchen, durchatmen, Sonnenlicht tanken: Eine aktive Pause schenkt neue Energie.

Olivia Danilevi / Pexels

5. Vermeide Multitasking

Kurz die Wäsche aufhängen, während die 25 Minuten konzentriertes Arbeiten noch laufen oder schnell deine Versicherung anrufen? Besser nicht. Multitasking hat meistens die Folge, dass wir uns keiner unserer Aufgaben richtig widmen und führt lediglich dazu, dass wir uns schneller erschöpft fühlen und mit unseren Ergebnissen unzufrieden sind. Wenn du dich einer Aufgabe vollständig widmest, kommst du schneller in einen Flow-Zustand und die Arbeit geht dir deutlich leichter von der Hand, ohne dass du nachher komplett erschöpft bist. Auch hier: Lege dir Papier und Stift bereit und notiere dir alle To-dos, die dir während des Lernens einfallen. Erledige diese dann zu einem späteren Zeitpunkt.

6. Die richtige Musik

Mit dem richtigen Soundtrack stärkst du deine Konzentration und fühlst dich weniger einsam. Am besten eignen sich Songs ohne Vocals. Falls du dennoch Musik mit Gesang bevorzugst, ist es ratsam, Lieder zu wählen, mit denen du bereits vertraut bist. Jetzt ist nicht der Moment, um ein neues Album nach potentiellen Lieblingstracks zu durchforsten.

Tipp: Naturgeräusche sind ein echter Konzentrations-Booster. Sie beruhigen dich und lassen deinen Platz am Schreibtisch gleich viel gemütlicher wirken. Auf Spotify findest du unzählige solcher Deep-Focus-Playlists. Und der Channel «College Music» streamt 24/7 Musik fürs Lernen auf Youtube:

7. Die richtige Ernährung

Ein Mangel an Energielieferanten und wichtigen Bausteinen führt dazu, dass die Gehirnleistung geringer ausfällt, als sie eigentlich sein könnte. Beachte diese Tipps für gutes Hirn-Benzin:

  • Trinken, trinken, trinken: Flüssigkeitsmangel macht sich durch Kopfschmerzen, Müdigkeit und Konzentrationsschwäche bemerkbar. Stelle dir eine grosse Flasche Wasser auf den Tisch und trinke zwei bis drei Liter über den Lerntag verteilt.

  • Nüsse, Samen und Bananen sind gute Lieferanten von Magnesium, was für starke Nerven und mehr Stressresistenz hilft.

  • Komplexe Kohlenhydrate wie Vollkornbrot, Trockenfrüchte, Haferflocken oder Hülsenfrüchte (hallo, feines Linsencurry!) schenken dir über mehrere Stunden Energie.

Plane deine Mahlzeiten, statt im Stress eine fettige Pizza vor der Nachtschicht zu bestellen, die zwar fein schmeckt, dich aber danach fast einschlafen lässt.

Wir wünschen allen Studierenden und sonstigen Lernenden viel Erfolg!

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